SOS Mitmensch: Arbeitserlaubnis für Asylsuchende würde Quartiersnot rasch lindern

Asylsuchende selbsterhaltungsfähig machen statt sie in Container verfrachten

Wien (OTS) - "Die Arbeitserlaubnis für Asylsuchende wäre ein wesentlicher Lösungsbeitrag zur Beseitigung der Asyl-Quartiersnot. AsylantragstellerInnen, die eine Arbeit haben und selbsterhaltungsfähig sind, verlassen organisierte Quartiere viel rascher als Asylsuchende, die von staatlichen Hilfen abhängig sind. Es gäbe in den Quartieren bald freie Plätze, die nachbesetzt werden könnten", so Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch

Für Pollak ist es äußerst befremdlich, dass über unmenschliche Containerlösungen diskutiert werde, während über vernünftige und nachhaltige Lösungen einfach hinweg geblickt wird. "Die Arbeitserlaubnis für Asylsuchende würde nicht nur die Quartierlage entspannen, es würde auch insgesamt zu einer Entlastung des Sozialstaats kommen. Derzeit produzieren wir mit dem Arbeitsverbot ja künstlich Langzeitarbeitslose", so der SOS Mitmensch-Sprecher. Wenn die Innenministerin in Sachen Arbeitserlaubnis über ihren Schatten springt, dann hätte sie mit einem Schlag viel weniger Zores mit den Bundesländern am Hals, so Pollak.

Die Plattform "Machen wir uns stark", die von SOS Mitmensch, Integrationshaus und M-Media getragen und von mehr als 120 weiteren Organisationen unterstützt wird, setzt sich bereits seit Anfang Mai für den Zugang von Asylsuchenden zum Arbeitsmarkt ein. Gestützt wird die Forderung auch von einer repräsentativen Umfrage des UNHCR, wonach 54 Prozent der ÖsterreicherInnen dafür sind, dass Asylsuchende arbeiten dürfen.

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Alexander Pollak
Mobil: 0664 512 09 25
E-Mail: apo@sosmitmensch.at
www.sosmitmensch.at

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