• 12.11.2012, 15:21:27
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ÖH: Doppelte Hürden werden massive Einbrüche in den Studierendenzahlen bringen

Die Regierung hat heute den offenen Hochschulzugang endgültig begraben - Zugangsbeschränkungen in allen Fächern zu erwarten

Utl.: Utl.: Die Regierung hat heute den offenen Hochschulzugang
endgültig begraben - Zugangsbeschränkungen in allen Fächern zu
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Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft verurteilt
die von der Regierung geplanten Zugangsbeschränkungen aufs Schärfste.
"Die Behauptung, dass es nicht weniger Studierenden geben wird, ist
eine glatte Lüge: Die Studierenden werden sich nicht wie von
Zauberhand passend auf ganz Österreich verteilen. Zu dieser
regionalen Wunschverteilung wird es nicht kommen, das ist
illusorisch. Das heißt im Klartext: Es wird massive Einbrüche in den
Studierendenzahlen geben", kritisiert Peter Grabuschnig vom
Vorsitzteam der ÖH. "Denn: Nur wenige können sich die Studienstadt
frei aussuchen. Viele können sich Umzüge und mehrere
Aufnahmeprüfungen aufgrund des defizitären Förderungssystems nicht
leisten. Für viele wird das Wunschstudium oder ein Studium an sich so
umöglich. Das ist ein soziales Problem, das die Regierung ignoriert.
Außerdem unterscheiden sich gleichnamigen Studien an verschiedenen
Universitäten Großteils deutlich."

"Das Ziel der Regierung ist ganz klar, die Zahl der Studierenden
drastisch zu reduzieren. In Wirtschaftswissenschaften und Architektur
werden die Zahlen der StudienanfängerInnen massiv zurückgehen. Wieso
müssen die Studierenden außerdem auch bei zugangsbeschränkten Fächern
die Knock-Out Phase StEOP durchlaufen? Das sind doppelte Hürden, die
fatale Auswirkungen haben werden", warnt Grabuschnig. "Es ist traurig
mitanzusehen, dass diese Regierung mit allen Mitteln versucht,
Bildung nur für die Elite zugänglich zu machen."

"Mit der Gesetzesnovelle werden in Zukunft flächendeckende
Zugangsbeschränkungen möglich sein - denn das Ministerium darf nach
Lust und Laune weiter beschränken. Aufgrund der Verdrängungseffekte
ist das auch zu erwarten. Spätestens 2019 werden wir also doppelte
Hürden in allen Fächern haben, eine noch katastrophalere soziale
Durchmischung, und bei der AkademikerInnenquote weiter zurückfallen",
prognostiziert Grabuschnig.

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