• 12.11.2012, 13:52:50
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JUGENDVERTRETUNG: Wichtige Schritte für Reform der Familienbeihilfe!

Die BJV begrüßt die geplante Direktauszahlung an Jugendliche und fordert eine Ausweitung der Indexierung auf andere Jugendbereiche.

Utl.: Die BJV begrüßt die geplante Direktauszahlung an Jugendliche
und fordert eine Ausweitung der Indexierung auf andere
Jugendbereiche.=

Wien (OTS) - Die Bundesjugendvertretung (BJV) sieht in den heute von
Bundesminister Reinhold Mitterlehner angekündigten Maßnahmen zur
Reform der Familienbeihilfe wichtige Schritte: "Gemeinsam mit vielen
anderen Organisationen aus dem Familien- und Jugendbereich hat die
BJV immer wieder auf den Handlungsbedarf bei der Familienbeihilfe
aufmerksam gemacht. Beispielsweise setzen wir uns schon lange dafür
ein, dass Jugendliche ab Volljährigkeit die Familienbeihilfe direkt
ausbezahlt bekommen. Dies ist ein wichtiger Aspekt, um jungen
Menschen zentrale Rechte und mehr Eigenverantwortung zuzugestehen",
erklärt BJV-Vorsitzende Johanna Zauner. Die BJV ortet daher die
heutigen Ankündigungen positiv und leistet gerne ihren Beitrag zur
Ausarbeitung der Details, wie beispielsweise die Modalitäten zur
Antragstellung.

Besonders erfreut zeigt sich Zauner über die Ankündigung einer
künftigen Indexierung für die Familienbeihilfe: "Bei den Anpassungen
an die Inflation sind viele Jugendbereiche, darunter auch die
Familienbeihilfe, seit 2001 immer außen vor geblieben. Gerade in
einer Legislaturperiode, in der eine automatische Indexanpassung und
eine Erhöhung der Parteienförderung beschlossen wurden, ist es
besonders wichtig, hier auch Schritte im Jugendbereich zu setzen", so
Zauner. Die BJV begrüßt, dass Bundesminister Mitterlehner hier auf
die Forderungen der BJV und anderen Organisationen eingeht und diese
Indexanpassung noch in dieser Legislaturperiode angehen will.
Diese Maßnahme dürfe aber nicht hinten angestellt werden: "Bei den
ausbleibenden Inflationsanpassungen besteht schon seit vielen Jahren
Handlungsbedarf! Umso wichtiger ist es, dass dieser Bereich noch in
diesem Jahr in die angekündigte Novelle des
Familienlastenausgleichsgesetzes einfließt. Vor allem muss es auch
einen Ausgleich für die bisher entstandenen Verluste durch die
Nicht-Anpassungen geben", betont Zauner.

Die Indexanpassung dürfe sich außerdem nicht nur auf den Bereich der
Familienbeihilfe beschränken, erklärt Zauner weiter: "Wie die BJV
aufgezeigt hat, haben junge Menschen in vielen Bereichen massive
Wertverluste in Kauf nehmen müssen. Die Diskussion um die
Indexanpassung darf daher nicht nur um die Familienbeihilfe geführt
werden. Beispielsweise gibt es bei den Basisförderungen für Kinder-
und Jugendorganisationen mittlerweile einen Wertverlust von 25%. Das
stellt die zahlreichen Kinder- und Jugendorganisationen in ihrer
Arbeit vor große Herausforderungen." Darüber hinaus sind noch andere
Bereiche wie Lehrlingsentschädigung, Studienbeihilfe und
Grundversorgung für minderjährige AsylwerberInnen betroffen.
Die BJV fordert daher gemeinsam mit der ÖH von der Regierung die
Einrichtung eines runden Tisches unter Einbeziehung der betroffenen
Organisationen, um hier eine längst fällige Lösung zu erzielen.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BJV

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