EANS-News: Montega AG / mybet Holding SE: Schwächere Marge in Q3 - Starker Start ins vierte Quartal

Hamburg (euro adhoc) -

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mybet hat gestern die Q3 Zahlen berichtet und die
Guidance leicht gesenkt. Für das laufende GJ 2012 geht der Vorstand von einem EBIT in der Range von 8 bis 9 Mio. Euro aus (zuvor: 9 bis 10 Mio. Euro). Die wichtigsten Kennzahlen des Q3 sind nachfolgend dargestellt:

<Tabelle>

Der Umsatz stieg um 2% auf rund 15,0 Mio. Euro. In Q3 erzielte mybet ein EBIT von -1,0 Mio. Euro (VJ: 1,0 Mio. Euro). Die schwächere Entwicklung ist dabei vor allem auf die folgenden Faktoren zurückzuführen:

i) Längere Sommerpause der europäischen Fußball-Ligen: Das dritte Quartal ist wegen der Sommerpause der europäischen Fußball-Ligen von Juli bis August traditionell schwächer. Dieses Jahr war die Unterbrechung wegen der EM 2012 dabei noch länger, was sich spürbar negativ in den Sportwettenumsätzen von mybet ausgewirkt hat.
ii) Schwache Buchmachermarge im September: Im September litt das Unternehmen aufgrund zahlreicher Favoritensiege unter einer sehr schwachen Buchmachermarge von knapp 9% (sonst eher 18%). Laut Unternehmensangaben hat sich diese bereits im Oktober wieder normalisiert.

iii) Dekonsolidierung des Lottogeschäfts: Im Mai 2012 wurde das Lottogeschäft verkauft (exkl. der spanischen DIGIDIS) und wird seither nicht mehr konsolidiert. Der Segmentumsatz ist aus diesem Grund y-o-y um rund 3 Mio. Euro gesunken. Das EBIT verschlechterte sich auf -0,98 Mio. Euro (VJ: +1,0 Mio. Euro).

Positiv zu werten ist der starke Anstieg der registrierten und aktiven Nutzer. Dies deutet darauf hin, dass sich das Umfeld für Sportwetten nach der Öffnung der Märkte sukzessive verbessert. Zudem entwickeln sich die Bereiche Casino & Poker (+58,6% y-o-y) und Pferdewetten (+46% y-o-y) äußerst positiv.

Ausblick positiv - Prognosen dennoch gesenkt

Laut Unternehmen ist das vierte Quartal sehr vielversprechen angelaufen. Das Schlussquartal ist wegen des engen Spielplans der europäischen Fußball-Ligen traditionell stark. Im vergangenen Jahr hat mybet in Q4 ein Segment-EBIT von 1,6 Mio. Euro erzielt.

Wegen des schwachen Ergebnisses in Q3 haben wir unsere Prognosen dennoch gesenkt (siehe Tabelle auf der ersten Seite). Die aktualisierten Schätzungen implizieren für das Schlussquartal ein operatives Ergebnis von 1,5 Mio. Euro. Dies halten wir trotz der Dekonsolidierung des Lottogeschäfts für erreichbar.

Im Rahmen der Berichterstattung gab mybet zudem bekannt, dass in den nächsten Jahren 50 bis 60 eigene lokale Wettshops eröffnet werden sollen (bisher ausschließlich Franchise). Die Investitionen belaufen sich im Durschnitt auf rund 100-150 Tsd. Euro. mybet erhofft sich durch den Eigenbetrieb eine Ausweitung der EBIT-Marge. Bisher sind rund 2/3 des erzielten Holds an die Franchisenehmer geflossen.

Den Rollout der eigenen Shops wird mybet erst dann mit voller Intensität beginnen, wenn die entsprechenden Glücksspiellizenzen in den einzelnen Bundesländern vorliegen. Da der Zeitpunkt für den Erhalt der Lizenzen derzeit noch ungewiss ist, haben wir den Effekt aus der Umstellung des Shop-Modells daher noch nicht in unseren Prognosen berücksichtigt.

Fazit: Starkes Q4 erwartet - Zuteilung der Lizenz für Casino und Poker als Trigger

Die Entwicklung in Q3 blieb ergebnisseitig hinter den Erwartungen zurück. Folglich haben wir unsere Prognose für das Gesamtjahr gesenkt. Die Zahlen sind insgesamt dennoch positiv zu werten, da mybet den Wegfall des profitablen Lottogeschäfts offensichtlich kompensieren kann.

Die Aktie ist mit einem EV/EBIT von 5,6x für 2013e attraktiv bewertet. Einen Trigger für den Aktienkurs sehen wir vor allem in der erwarteten Zuteilung einer Casino & Poker Lizenz in Schleswig-Holstein. Wir stufen die Aktie weiterhin mit dem Urteil Kaufen und einem leicht reduzierten Kursziel von 2,10 Euro ein.

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