Neues Volksblatt: "Kleiner Mann" von Markus EBERT

Ausgabe vom 9. November 2012

Linz (OTS) - Wann immer es in letzter Zeit um das Stopfen der Löcher in den klammen öffentlichen Kassen ging, hatte die SPÖ ein Zauberwort parat: "Reichensteuer".
Die sogenannten "Superreichen" müssten ihren Beitrag leisten, wobei nach Darstellung der SPÖ dieses Anzapfen der Geldsäcke der Geschichte vom endlos quellenden süßen Brei ähnelt - sprich, auch die Kohle würde praktisch endlos fließen.
Warnende Stimmen sagen, dass richtig viel Geld nur dann zu holen ist, wenn man die Definition der Reichen weit genug nach unten ausweitet, also hinein in den Mittelstand.
Gestern wurde uns freilich bestätigt, dass aus Sicht der Sozialdemokraten praktisch jeder ein Geldsack ist, der angezapft werden kann. Die Linzer SPÖ schnalzt die Parkgebühren hinauf und kassiert künftig auch bei den Sportvereinen ab (siehe Bericht Seite 4) - man fordert gleichsam hinunter bis zum vielzitierten kleinen Mann von der Straße Solidarität mit dem löchrigen Stadtsäckel ein. Schon deswegen kann gar nicht oft genug darauf verwiesen werden, dass dieser kleine Mann von der Straße zwar nichts mit der großkapitalistischen Zockerei namens Swap zu tun hat, die unter der politischen Aufsicht roter Stadtpolitiker in Linz passiert ist, er aber dennoch dafür büßen muss. Das ist zwar ganz und gar nicht das, was man landläufig unter Solidarität versteht, aber offenbar wird sie in gewissen SPÖ-Kreisen so interpretiert.

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