Städtebund gratuliert Bregenz zur "seniorenfreundlichen Gemeinde"

Wien (OTS) - Gemeinden, die sich durch Initiativen und Projekte für ältere Menschen verdient gemacht haben, wurden gestern feierlich zur "seniorenfreundlichen Gemeinde Österreichs 2012" gekürt. Die Auszeichnung, die bereits seit 2004 vergeben wird, soll einen Beitrag dazu leisten, interessante Projekte in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken. Der Wettbewerb wird von der Volkshilfe Österreich und dem Pensionistenverband veranstaltet und von Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, dem Österreichischen Städtebund sowie dem Gemeindebund unterstützt. Mit der gestrigen Veranstaltung ließ Sozialminister Rudolf Hundstorfer zugleich auch das Europäische Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen 2012 ausklingen.

"Durch Fortschritt und Innovation hat sich unsere Lebenserwartung in den vergangenen 50 Jahren deutlich erhöht - wir leben im Schnitt um 12 Jahre länger. Das bedeutet, dass heutzutage Städte und Gemeinden mit einigen Herausforderungen konfrontiert sind, wie: Altersarmut, knappe Mittel, fehlende Integration von SeniorInnen mit Migrationshintergrund", erklärte Städtebund-Generalsekretär Thomas Weninger.

VÖWG-Geschäftsführerin Heidrun Maier-de Kruijff, die für den Städtebund eine Laudatio hielt, betonte: "Die Auszeichnung für die seniorenfreundlichste Gemeinde fördert das Bewusstsein für das Älterwerden unserer Gesellschaft, damit eine hohe Lebensqualität bis ins fortgeschrittene Alter unabhängig von sozialem Hintergrund oder Herkunft aller Menschen gewährleistet werden kann."

Wettbewerbskriterien

Die BewerberInnen zur "seniorenfreundlichsten Gemeinde" mussten gezielt über die verschiedensten Aspekte ihres Engagements Auskunft geben: Gesundheit, Pflege und Betreuung, Barrierefreiheit, Infrastruktur, Freizeit- und Bildungsangebot, Ehrenamt, Partizipation, Vernetzung zwischen den Generationen, u.v.m. Der Österreichische Städtebund war auch in der ExpertInnenjury vertreten, die gestern die Sieger gekürt haben. Die Wettbewerbsgewinner (in vier Kategorien aufgeteilt) sind Leitersdorf im Raabtal (680 EinwohnerInnen), Kornstorf (3.280 EinwohnerInnen), Bad Goisern (8.445 EinwohnerInnen) und Bregenz (28.208 EinwohnerInnen).

In der Kategorie 4, den Gemeinden mit mehr als 10.000 EinwohnerInnen teilten sich Wels und Graz auf den anderen beiden Plätzen das Siegerpodest. Die Stadtwerke Wels konnten mit ihrem Einsatz überzeugen, die in Altenheimen mit Projekten wie "Zeit schenken" aktiv sind. In der steirischen Landeshauptstadt Graz konnte mit der "Sozial Card" auf kommunaler Ebene ein Schritt gegen Altersarmut gesetzt werden.

Bregenz holt die Auszeichnung

Sieger des Wettbewerbes ist Bregenz, das es geschafft hat, die Jury mit seinem weitreichenden Angebot für Seniorinnen und Senioren zu überzeugen. "Bregenz hat es geschafft Integration durch Information und Innovation umzusetzen", so Maier-de Kruijff. Mit dem Schwerpunktprojekt "Aktion Demenz" wurde das Thema Demenz allen Beteiligten zugänglich gemacht. So gibt es eigene SpaziergängerInnen als Begleitung für Menschen mit Demenz.

Eine weiteres innovatives Projekt, das die Inklusion und den Dialog zwischen den Generationen verstärkt, ist: "Lebensräume für Jung und Alt" - eine Wohnform, die älteren und jüngeren offen steht und in der Nachbarschaftshilfe ein wesentlicher Bestandteil ist. Ein besonderes Programm ist auch "Leseoma und Leseopa in Pflichtschulen". Neben einem reichhaltigen Bildungsangebot, das spezielle Computerkurse anbietet und zu Themen wie Patientenverfügung und Erbrecht informiert, gibt es mit der Bregenzer Seniorenkarte ein vergünstigtes Kulturangebot das von Museen über Theater bis hin zu Musikveranstaltungen und Bibliotheken reicht. Ein Problem, dem immer wieder öffentliche Aufmerksamkeit verwehrt blieb, ist der soziale Status von Migranten und Migrantinnen der älteren Generation. Hier setzt Bregenz ein Ausrufezeichen und bietet beispielsweise Diabetikerschulungen auf Türkisch an.

Mehr unter: www.volkshilfe.at

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.gv.at/rk/
Silvia Stefan-Gromen
Mediensprecherin Österreichischer Städtebund
Telefon: 01 4000-89983
E-Mail: silvia.stefan-gromen@staedtebund.gv.at
www.staedtebund.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0009