Bayr zu Graf: Verurteilter Rechtsextremist hat im Parlament als Mitarbeiter nichts verloren

Strache muss Graf endlich zum Rücktritt bewegen

Wien (OTS/SK) - "Unverfroren" und "skandalös" ist für SPÖ-Abgeordnete Petra Bayr die Wiederbeschäftigung eines wegen falscher Beweisaussage verurteilten Rechtsextremisten im Büro des Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf. Laut einem Bericht des "Standard" hat dieser Mitarbeiter, der im Dezember 2011 wegen Kontakten zur Neonazi-Szene seinen Vertrag mit der Parlamentsdirektion lösen musste, nun wieder eine Beschäftigung in Grafs Parlamentsbüro gefunden und dort einen Vertrag. "Jener Mitarbeiter, der der FPÖ Steiermark zu rechtsextrem war und wegen Kontakten zur Neonazi-Szene sogar aus der FPÖ ausgeschlossen wurde", erinnerte Bayr. Die SPÖ-Abgeordnete fordert von Graf, sofort dafür zu sorgen, dass dieser Mitarbeiter nicht mehr im Parlament beschäftigt ist. "Leute mit einer Nähe zu Neonazis haben im Parlament nichts verloren!", so Bayr am Mittwoch. ****

Dass Graf sich gerne mit Leuten aus dem rechtsextremen Eck umgibt, sei ja nichts Neues: So mussten schon 2010 zwei Mitarbeiter gehen, weil sie Artikel bei einem Neonazi-Versand bestellt hatten; und auf einer Webseite, die Grafs Mitarbeiter betreiben, wurde "Freiheit für Gottfried Küssel" gefordert. "Dass Graf nun einen Mitarbeiter mit einschlägigen Kontakten wieder beschäftigt, zeigt, dass es in der FPÖ weiterhin keine Trennlinie zu Rechtsradikalismus und Antisemitismus gibt. FP-Chef Strache wird nicht so tun können, als ginge ihn das alles nichts an. Entweder er bringt Graf zur Räson oder er sorgt endlich dafür, dass Graf zurücktritt", so Bayr. (Schluss) ah/bj

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