Neues Volksblatt: "Nulllohnrunde" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 7. November 2012

Linz (OTS) - In der Debatte über die Politiker-Gehälter sitzen die Populisten wieder in einem Boot und fordern eine weitere Nulllohnrunde: die Blauen, die Orangen und der Wiener SPÖ-Bürgermeister.
Nun muss man mit den Politikern in Österreich kein Mitleid haben; mit Ausnahme vielleicht der Bürgermeister in kleineren Gemeinden, die für sehr viel Arbeit und Verantwortung relativ wenig Geld bekommen. Trotzdem ist das Argument des freiheitlichen Kärntner Landeshauptmannes Gerhard Dörfler, man könne die Gehälter ruhig einfrieren, es müsse ja niemand Politiker werden, nicht durchdacht; man kann auch sagen strohdumm.
Natürlich muss jemand Politiker werden, und zwar möglichst gute Leute - und natürlich muss man die ordentlich bezahlen, weil sonst die Politik im Match mit der Wirtschaft um gutes Personal überhaupt keine Chance mehr hat.
Was ist denn die Alternative? Die erleben wir gerade mit dem Eintritt des austro-kanadischen Milliardärs Frank Stronach in die Politik. Er hat die Millionen, um von einer maroden Partei politische Glücksritter abzuwerben, die im Nationalrat einen Klub gründen, um in Österreich die politischen Regeln und Grundsätze ihres Chefs zu vertreten. Und Regel nummer eins des Milliardärs lautet: Wer das Gold hat, macht die Regeln!
Wer das will, der kann sagen: Es muss ja niemand Politiker werden! Der hat dann auch die Politiker, die er verdient.

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