Kinderfreunde: Familienförderung muss alle Familien erreichen

Die Österreichischen Kinderfreunde sehen sich durch die jüngsten Erkenntnisse bestätigt.

Wien (OTS) - "Wer Familien fördern will, darf dabei nicht nur GeneraldirektorInnen und Vorstandsvorsitzende im Blick haben", erklärt Christian Oxonitsch, Bundesvorsitzender der Österreichischen Kinderfreunde. Die Absetzbarkeit von Kinderbetreuung und die Diskussion der letzten Tage verdeutliche nur, dass diese Angebote zu kompliziert und fernab von der Lebensrealität der Familien in Österreich seien. "Dass von 165 Millionen Steuererleichterungen für Familien nur 36 Millionen abgeholt wurden, bestätigt das, was wir Kinderfreunde schon seit Jahren immer wieder deutlich machen", so Oxonitsch. Steuerliche Absetzbarkeit sei nur für besserverdienende Familien interessant und somit komme sie als Förderung nicht dort an, wo sie wirklich gebraucht werde. Diese übrig gebliebenen 130 Millionen Euro seien jedenfalls eine Chance, wirkliche Familienförderung zu betreiben: "Mit diesem Geld müssen sinnvolle Maßnahmen wie Ganztagsschulen oder Kinderkrippen ausgebaut werden, statt es im allgemeinen Budget verschwinden zu lassen", fordert Oxonitsch.

"Nach so einer schlechten Bilanz des Modells nach mehr steuerlicher Absetzbarkeit zu rufen, wie es die konservativen Kräfte in diesem Land tun, ist ein origineller, aber schlichtweg falscher Zugang", wundert sich Oxonitsch. Die Kinderfreunde fordern weiterhin die Vereinfachung von Familienförderungen, die Erhöhung von Sachleistungen und die gezielte Förderungen von Familien, die von sozialer Ungerechtigkeit betroffen sind. "Der Weg von Frauenministerin Heinisch-Hosek ist der richtige und muss jedenfalls fortgeführt werden", so Oxonitsch abschließend.

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