FP-Herzog fordert 2,8 Prozent Gehalts- und Pensionsanpassung im öffentlichen Dienst

Inflationsbedingter Verlust der Kaufkraft muss abgefangen werden

Wien (OTS/fpd) - In seiner Rede im Zuge des heutigen Sonderlandtages forderte Wiens FP-Landtagspräsident Johann Herzog mittels zweier Anträge die Bundes- und Landesregierung auf, sowohl für pensionierte als auch noch im aktiven Dienst stehende Vertragsbedienstete eine den Kaufkraftverlust deckende Gehaltsanpassung in Höhe von zumindest 2,8 Prozent zu veranlassen.

Die Pensionen als auch die Gehälter der Arbeitnehmer müssten nächstes Jahr um 2,8 Prozent steigen, da dies dem VPI entspricht. Nach den gesetzlichen Bestimmungen ist den Pensionisten die Inflation im Zeitraum vom August des Vorjahres bis Juli dieses Jahres abzugelten. Laut Statistik Austria liegt die Teuerung durchschnittlich bei 2,8 Prozent. Der kleine Warenkorb der Arbeiterkammer, der die Teuerung des täglichen Bedarfes widerspiegelt, liegt zurzeit bei 4,3 Prozent. Im Sparpaket wurde jedoch einerseits eine Nulllohnrunde für alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst in Aussicht gestellt sowie beschlossen, dass die Pensionsanpassung um einen Prozentpunkt geringer ausfallen soll.

Die Statistik Austria stellt dazu fest, dass seit Einführung des Euro ein Kaufkraftverlust in Höhe von 22,5 Prozent vorliegt. Weiters belegt eine Studie der Schweizer Bank UBS den Rückgang der Einkommen, der zwar regional differiert, mit bis zu 35 Prozent bei unterschiedlicher Betroffenheit der verschiedenen Einkommensgruppen.

Immerhin bereits zum wiederholten Mal werden auf diesem Weg die Pensionisten und die Beschäftigten im öffentlichen Dienst zur Kasse gebeten. Dabei spielt es keine Rolle, ob die betroffenen Pensionisten in ihrer Aktivzeit die Höchstbeitragsgrundlage eingezahlt oder ob sie darüber hinaus in eine freiwillige Zusatzversicherung eingezahlt haben.

Auch der ÖGB fordert letztendlich eine verantwortungsvolle Lohnpolitik, die den Menschen die Kaufkraft sichert und den Anteil des Erwirtschafteten gerecht verteilt. Dazu bedient sich ÖGB-Präsident der sogenannten Benya-Formel, die postuliert, dass sich die Lohnerhöhung aus Produktivitätswachstum und Inflation ergibt. Diese Formel soll auch bei Pensionen Anwendung finden, so Herzog, der sich abschließend trotz mehrheitlicher Ablehnung beider Anträge weiterhin gegen Nulllohnrunden und für eine adäquate Gehalts- und Pensionserhöhung ausspricht, um den inflationsbedingten Verlust der Kaufkraft abzufangen. (Schluss) hn

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