Metropolit Arsenios würdigt verstorbenen Patriarchen Maksim

Vorsitzender der Orthodoxen Bischofskonferenz in Österreich zum Tod des Oberhaupts der bulgarisch-orthodoxen Kirche

Wien, 06.11.12 (KAP) Tief betroffen vom Tod des bulgarisch-orthodoxen Patriarchen Maksim hat sich der orthodoxe Metropolit von Austria, Arsenios (Kardamakis), gezeigt. Sein Mitgefühl gelte der Kirche und den Gläubigen in Bulgarien, in besonderer Weise aber auch den bulgarisch-orthodoxen Gläubigen in Österreich, betonte der Metropolit am Dienstag im Gespräch mit "Kathpress".

Der Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz in Österreich würdigte die Bemühungen des verstorbenen Patriarchen um die Einheit der Kirche und des bulgarischen Volkes in schwierigen Zeiten. Es sei ihm gelungen, die Menschen in der Zeit des Kommunismus im Glauben zu stärken und nach der Wende die Einheit der Kirche zu erhalten.

Dass die bulgarisch-orthodoxe Kirche unter Maksim relativ wenig Offenheit gegenüber anderen Kirchen zeigte und im ökumenischen Dialog sehr zurückhaltend war, liege vor allem an den innerkirchlichen Schwierigkeiten, so der Metropolit von Austria.

Patriarch Maksim war Dienstagfrüh im Alter von 98 Jahren verstorben. Er stand mehr als 40 Jahre lang an der Spitze der orthodoxen Kirche seines Landes, die in der Zeit des Kommunismus starken Repressalien ausgesetzt und nach der politischen Wende von einer gravierenden Spaltung bedroht war. Grund dafür waren Verstrickungen der Kirchenführung mit dem früheren kommunistischen Regime.

Von den rund 7,5 Millionen Bulgaren sind heute 80 Prozent orthodox, etwa zehn Prozent gehören der muslimischen Glaubensgemeinschaft an. Nur weniger als ein Prozent sind Katholiken.

Die bulgarisch-orthodoxe Kirchengemeinde in Österreich besteht seit den 1960er-Jahren. Sie ist Teil der mittel- und westeuropäischen Diözese der bulgarisch-orthodoxen Kirche. Die Angaben zur Zahl der bulgarisch-orthodoxen Gläubigen in Österreich schwanken zwischen 40.000 und bis zu 100.000.

Seit 1994 besitzt die Kirchengemeinde eine eigene Kirche im vierten Wiener Gemeindebezirk am Kühnplatz. Seit 1990 wird die bulgarisch-orthodoxe Kirche in Österreich von Bischofsvikar Ivan Petkin vertreten, der auch die Pfarre in Wien leitet.

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