Leitner: Wohnbauförderungsbeitrag: Kalte Enteignung der ArbeitnehmerInnen muss ein Ende haben

Zweckbindung der Wohnbauförderung muss wieder eingeführt werden

St. Pölten, (OTS/SPI) - "Es ist leider viel zu wenig bekannt, dass alle ArbeitnehmerInnen 0,5 Prozent ihres Bruttolohns als Wohnbauförderungsbeitrag an das Finanzamt abliefern. Bis vor wenigen Jahren waren diese Mittel auch tatsächlich strickt für den Wohnbau zweckgebunden, doch diese Zweckbindung wurde im Jahre 2008 durch die Schüssel-Regierung aufgehoben. Mit diesem Wegfall der Zweckwidmung ging auch ein Rückgang der Wohnbauleistung, trotz eigentlich steigenden Bedarfs, einher. Diese Zweckwidmung muss wieder eingeführt werden, denn alle Daten sprechen derzeit von einer langfristig für viele Menschen negativen Verteuerung des Wohnens bzw. einer Verknappung von leistbaren Wohnraum", so Niederösterreichs Landesvize LHStv. Dr. Sepp Leitner.

"Welche junge Familie kann sich schon eine 60 bis 70m2 Wohnung für bis zu 800 Euro Miete so einfach leisten? Viele junge Menschen gehen dann auch den Weg eines Wohnungsankaufs mit größerer Verschuldung -aber 30.000 bis 60.000 Euro Anzahlung und ein Kredit von bis zu 200.000 Euro zu Beginn des Erwerbslebens oder der Familiengründung können sich zu einem wirklich großen Problem auswachsen. In NÖ wird zudem zu wenig Wohnraum gebaut - pro Jahr derzeit 3.000 Wohneinheiten, benötigt würden rund 6.000 Wohnungen pro Jahr", so Leitner, der wieder auf die Vorteile des Salzburger Wohnbauförderungsmodells hinweist: "Dort ist es durch die Schaffung eines eigenen Fonds gelungen, die Bauleistung massiv zu steigern und die Mieten zu reduzieren. Die Finanzierung sämtlicher Förderungsmaßnahmen erfolgt ausschließlich durch die Gewährung von verzinslichen Förderungsdarlehen ohne Abhängigkeit von Banken."

Österreichs Bevölkerung wird bis 2021 um rund 4 % wachsen, was einem zusätzlichen Wohnungsbedarf von 220.000 Haushalten entspricht. In Niederösterreich wächst vor allem das Wiener Umland überproportional, ein Plus von rund 145.000 in den nächsten Jahrzehnten ist auch eine große Herausforderung für eine Region, wo im Jahr 2035 bereits 735.000 Personen ihren Wohnsitz haben werden. Gleichzeitig geht aber in ganz Österreich die Wohnbauförderung kontinuierlich zurück, wobei vor allem Niederösterreich überproportionale Rückgänge verzeichnete. "Deshalb muss die Zweckbindung der Wohnbauförderung wieder her! Unsere Jugend hat es sich verdient, auch noch leistbaren Wohnraum für die Familiengründung und ein Leben in Unabhängigkeit zu bekommen", so Leitner.
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