Tumpel: Verschärfung auf dem Arbeitsmarkt hält weiter an - Ältere besonders betroffen

Wien (OTS/AK) - Die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt zeigt eine Fortsetzung des Abwärtstrends der letzten Monate und besonders für ältere Arbeit Suchende eine Zuspitzung der Situation. Während einerseits der Zugang zur Pension immer schwieriger wird, sind die Unternehmen andererseits weiterhin nicht bereit, älteren ArbeitnehmerInnen faire Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu geben. "Da wird immer ein noch weiteres Hinaufsetzen des Pensionsalters gefordert, aber in der Realität geben die Betriebe Älteren gar keine Chance um eine Arbeit zu bekommen. Unternehmen sollen künftig für verantwortungsloses Arbeitsmarktverhalten einen Malus zahlen", fordert AK Präsident Herbert Tumpel Konsequenzen für die faktische Altersdiskriminierung in der Beschäftigungspraxis eines Großteils der Betriebe.

Dass aktuell im Budget 60 Millionen Euro zusätzlich für aktive Arbeitsmarktpolitik vorgesehen sind, ist für Tumpel ein richtiger Ansatz. "Das Zusammenfallen von Konjunkturabschwung und strukturellen Problemen kann aber zu einer Abwärtsspirale auf dem Arbeitsmarkt führen. Dann könnten auch mehr Mittel notwendig sein", warnt Tumpel und will weitere 150 Millionen Euro für die aktive Arbeitsmarktpolitik bereit gestellt haben.

Die AK verlangt ein neues Arbeitsmarktpaket, das folgende Maßnahmen enthalten muss:

+ Malus für Unternehmen mit unterdurchschnittlichem Anteil an älteren ArbeitnehmerInnen.

+ Weiterer Ausbau der Bildungskarenz und Ausbau von Qualifizierungsmaßnahmen vor allem für Menschen mit fehlenden Bildungsabschlüssen.

+ Unterstützung des Berufsumstiegs für Menschen mit besonders belastenden Arbeitsbedingungen und bei gesundheitlichen Einschränkungen.

+ Anhebung des Pflichtschulalters auf das 16. Lebensjahr.

+ Ausbau des Kurzarbeitssystems zur Unterstützung branchenweiser Arbeitszeitverkürzung.

+ Zusätzliche 150 Millionen Euro für aktive Arbeitsmarktpolitik.

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