Karlheinz Töchterle setzt sich bei Rom-Besuch für verbesserte Anerkennung von Studienabschlüssen ein

"Runder Tisch" bei Treffen mit italienischem Amtskollegen Profumo vereinbart - abschließender Besuch eines START-Projektes in der Domitilla-Katakombe

Wien (OTS) - Im Rahmen seines zweitägigen Rom-Besuches nahm Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle heute Vormittag an der Generalaudienz des Papstes teil, im Anschluss traf er mit seinem italienischen Amtskollegen Francesco Profumo zusammen. Themen des Arbeitsgesprächs waren u.a. das nächste EU-Forschungsrahmenprogramm HORIZON 2020, die Umsetzung der Bologna-Reform, die verstärkte (bilaterale und multilaterale) Zusammenarbeit im Bereich Wissenschaft und Forschung sowie Anerkennungsfragen. Töchterle setzt sich für die verbesserte Anerkennung von Studienabschlüssen, insbesondere im Fachhochschulbereich, ein. Dazu wurde ein "Runder Tisch" vereinbart. Anknüpfend an die 40-Jahr-Feier des "Internationalen Instituts für angewandte Systemanalyse" (IIASA) mit Sitz in Laxenburg informierte Töchterle Profumo über die exzellenten Forschungsarbeiten am IIASA und betonte, "dass das IIASA Italien sehr gerne als neues Mitgliedsland willkommen heißen würde".

"Österreich und Italien kooperieren im Wissenschafts- und Forschungsbereich traditionell sehr eng. Diese Kooperationen gilt es im Sinne der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie beider Standorte weiter zu vertiefen", betonte Töchterle. Potenzial sieht er etwa im Rahmen von HORIZON 2020, das derzeit verhandelt wird (Laufzeit 2014 - 2020). Im aktuell 7. EU-Forschungsrahmenprogram sind österreichische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in 17 Prozent aller Projekte mit italienischer Beteiligung involviert.

Betreffend Anerkennungsfragen unterstrich Töchterle das österreichische Anliegen, dass Abschlüsse an österreichischen Fachhochschulen auch in Italien anerkannt werden. Unter anderem aufgrund der Tatsache, dass Italien bislang keine Fachhochschulen eingerichtet hat, ist die Anerkennung in diesem Bereich noch nicht erfolgt. Die beiden Minister haben einen "Runden Tisch" mit Vertreterinnen und Vertretern beider Länder vereinbart, zu dem das Wissenschaftsministerium im ersten Quartal 2013 nach Österreich einladen wird.

Derzeit kooperieren 14 österreichische Universitäten mit italienischen Institutionen, es gibt dabei mehr als 120 Kooperationsvereinbarungen zwischen Universitäten beider Länder. Derzeit studieren rund 8.100 Italienerinnen und Italiener an österreichischen Universitäten, Fachhochschulen und Privatuniversitäten. Österreichische Lektorinnen und Lektoren sind in Italien an sechs Universitäten (Florenz, Neapel, Pisa, Rom, Triest und Venedig) sehr erfolgreich tätig. Im Bereich der Forschung bestehen 37 Kooperationsübereinkommen zwischen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und italienischen Partnerinstitutionen. Seit 2006 haben mehr als 180 italienische Forscherinnen und Forscher ÖAW-Institute besucht, rund 230 Mitglieder der ÖAW waren im Gegenzug an italienischen Forschungseinrichtungen Gast.

Zum Abschluss seiner zweitägigen Rom-Reise wird Töchterle heute Nachmittag das Forschungsprojekt des START-Preisträgers Dr. Norbert Zimmermann (Institut für Kulturgeschichte der Antike, ÖAW) in der Domitilla-Katakombe besuchen. Sie ist eine der größten Katakomben Roms.

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