Ausbildung in der Österreichischen Möbelindustrie

Berufe mit Zukunft und Perspektive

Wien (OTS) - Im Wettbewerb um Fachkräfte geht die Möbelindustrie in die Offensive und bietet Auszubildenden die Möglichkeit, während des Berufseinstiegs neben den handwerklichen Fähigkeiten zusätzliche Qualifikationen wie Fremdsprachen, die Lehre mit Matura oder verschiedene soft skills zu erwerben. Nach der umfassenden Ausbildung, die oft abteilungsübergreifend erfolgt, stehen die Chancen für eine Weiterbeschäftigung gut: Die Möbelhersteller suchen kompetente Facharbeiter und Führungskräfte, die mit allen betriebsspezifischen Prozessen und der Unternehmenskultur vertraut sind.

Die Möbelindustrie bildet einen modernen, exportstarken Zweig der heimischen Wirtschaft. Infolge neuer rationeller Produktionsverfahren und der internationalen Ausrichtung in einem sehr umkämpften Markt sind die traditionellen, handwerklichen Berufsbilder anspruchsvoller geworden. Der Fachkräftebedarf ist gestiegen, und viele der überwiegend mittelständisch geprägten Möbelhersteller suchen nach Nachwuchs. Für Dr. Georg Emprechtinger, Vorsitzender der Österreichischen Möbelindustrie, hat die betriebliche Ausbildung von Lehrlingen deshalb großen Stellenwert: "Qualität "made in Austria" ist unser Trumpf. Deshalb wollen wir in die Ausbildung investieren und jungen Menschen die Perspektive geben, hier bei uns in Österreich einen abwechslungsreichen und sicheren Beruf zu erlernen." Bei den meisten Unternehmen hat der Ausbildungsjahrgang 2012 die Lehre zwar bereits begonnen, doch Bewerber seien jederzeit erwünscht und könnten mit etwas Glück sogar kurzfristig noch eine frei werdende Stelle bekommen. Weitere Informationen und Firmenadressen sind unter www.moebel.at zu finden.

Handwerk und Industrie verbinden

Holz- und Metallbearbeitung, Polstern und Nähen - überwiegend handwerkliche Fähigkeiten sind in der Möbelproduktion nach wie vor am meisten gefragt, allerdings auch der Umgang mit modernen Fertigungsabläufen und innovativer Technik. "Fachlich gut ausgebildete Polsterer und Tischler sind bei uns besonders gefragt, nur Facharbeiter erreichen die gewünschte Qualität", sagt KR DI Johann Kapsamer, geschäftsführender Gesellschafter der JOKA-Werke, "deshalb haben wir als erstes Unternehmen einen Auszubildenden in der neu geschaffenen Doppellehre Polsterer/Tischler qualifiziert." Dipl.-Vw. Helmut Neher, Vorstand der Umdasch Shopfitting Group, ergänzt: "Die Basis muss stimmen. Trotz hochkomplexer, moderner Anlagen in der Produktion, steht für unsere Lehrlinge erst einmal eine solide handwerkliche Ausbildung an den Werkstoffen Holz und Metall an." Außer in der laufenden Produktion sind handwerkliche Qualifikationen im Vertriebsinnendienst bei Sonderanfertigungen sowie im Bereich Forschung & Entwicklung für die Möbelindustrie wichtig. Berufsbilder wie Holztechnik oder Tischlereitechnik sind darauf zugeschnitten.

Einbindung ins Unternehmen - ein Qualitätsfaktor

Der hohe Anspruch an Qualität und Flexibilität - Argumente, mit denen sich die Österreichische Möbelindustrie im Markt behauptet -setzt voraus, dass sich die einzelnen Mitarbeiter mit den Leitgedanken des Unternehmens vertraut machen und über ihre Abteilung hinausgehend denken. Deshalb steht etwa für Hermann Pretzl, Geschäftsführer Produktion von TEAM 7 im Vordergrund: "Die Lehrlinge vom ersten Tag an in das Unternehmen zu integrieren, damit sie es von Grund auf kennen lernen. Der Schwerpunkt Ausbildung liegt im Vertraut werden mit dem Fertigungsablauf, denn die Lehrlinge werden laut Ausbildungsplan in den einzelnen Abteilungen eingesetzt. Handwerkliches Geschick wird in den Lehrwerkstätten erworben. In der theoretischen Ausbildung bereiten sich die Lehrlinge auch auf die Berufsschule vor." Die übergreifende Einbindung gilt beispielsweise auch bei VITEO: "Wir versuchen einen generellen Überblick über die gesamte Firmenstruktur zu geben, keine "Abteilungsspezialisten" zu generieren. Nur der Blick auf das gesamte Unternehmen vermag einem stets zur richtigen Entscheidung zu verhelfen. Außerdem ist Genauigkeit oberstes Prinzip bei der Arbeit.", sagt Dipl.-Ing. Wolfgang Pichler, Geschäftsführer von VITEO. Beim Büromöbelhersteller Blaha gliedert sich die Ausbildung deshalb in vier Bereiche: "In einen fachlichen Teil, einen übergreifenden Teil, eine CAD-CAM-Zusatzausbildung sowie in Persönlichkeitsentwicklung, beispielsweise in Rhetorikseminaren", erläutert Ing. Mag. Friedrich Blaha, Geschäftsführer von Blaha. Als international tätiges Unternehmen spielen soft skills auch bei ADA eine wichtige Rolle. So betont Gerhard Vorraber, Vorstandsmitglied der ADA Möbelfabrik: "Das produktive Zusammenleben in international tätigen Unternehmen verlangt von jedem einzelnen Mitarbeiter ein hohes Maß an Aufgeschlossenheit, Toleranz und Teamfähigkeit. Wir als Arbeitgeber bieten unseren Lehrlingen ein kreatives Umfeld, in dem sie bei einer hohen Eigenverantwortlichkeit sowohl ihr handwerkliches Geschick als auch ihren Ideenreichtum einbringen können." Auch Englisch und Konfliktlösung stehen bei vielen der international aufgestellten Unternehmen auf dem Plan. Vor diesem Hintergrund wird klar, was die Möbelindustrie will: Fachlich ausbilden und Teamgeist vermitteln und die qualifizierten, mit allen Abläufen vertrauten Mitarbeiter dann langfristig in verschiedenen Abteilungen weiter beschäftigen.

Aus- und Weiterbildung - investieren in die Zukunft

Tatsächlich winkt vielen Auszubildenden nach erfolgreichem Abschluss der Lehre eine dauerhafte Anstellung mit Aufstiegsmöglichkeiten: Die Unternehmen investieren so viel in die Qualifikation der Berufseinsteiger, um für ihre junge und angestammte Belegschaft die Zukunft zu sichern. Für Helmut Neher von Umdasch ist klar: "Wir nehmen jährlich 20 bis 30 neue Lehrlinge in insgesamt 11 verschiedenen Lehrberufen auf. Sie bilden die Basis für eine sehr gut ausgebildete Mannschaft an Fachpersonal. Durchschnittlich sind bei uns etwa 80 Lehrlinge in Ausbildung. Eine Übernahme unserer Lehrlinge nach Abschluss der Lehre ist Tradition." Georg Emprechtinger, Vorsitzender der Österreichischen Möbelindustrie und geschäftsführender Eigentümer von TEAM 7, und Johann Kapsamer von JOKA pflichten dem bei: "Bei der Ausbildung geht es schließlich um die Fachkräfte von morgen!" Und auch bei der Firma Neudoerfler ist man sich sicher: "Lehrlingsausbildung ist bei uns sehr wichtig, viele unserer Mitarbeiter haben als Lehrling bei Neudoerfler begonnen und bleiben uns Jahrzehnte als Schlüsselkräfte erhalten. Zum Teil bekleiden sie in späterer Folge auch Führungspositionen. Zwei unserer Lehrlinge waren heuer auch bei diversen Lehrlingswettbewerben ganz vorne mit dabei. Aus- und Weiterbildung sehen wir insgesamt als wichtigen Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg.", sagt Mag. Helmut Sattler, CEO Neudoerfler Office Systems. Weil die Möbelindustrie sich laufend neuen technischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten anpassen muss, bieten die meisten Firmen weiterbildende Maßnahmen für ihre Mitarbeiter - speziell auch gezielt für Frauen, um deren Aufstiegs-und Verdienstmöglichkeiten zu verbessern.

Welch vielfältige Berufschancen die österreichische Forst-, Holz-und Papierbranche eröffnet, konnte man vom 8.-20. Oktober im Zuge der genialenholzjobs Tage in Oberösterreich, Salzburg, der Steiermark und Tirol erleben: www.proholz.at/genialeholzjobs. Zukunftsorientierte Unternehmen boten LehrerInnen und SchülerInnen die Möglichkeit, die Berufsbilder in der gesamten Wertschöpfungskette Holz direkt vor Ort in den Betrieben kennenzulernen.

Druckfähiges Bildmaterial steht zum Download bereit unter:
www.moebel.at.

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Die Österreichische Möbelindustrie
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