LK Steiermark protestiert heftig gegen Schließung der Güterbahnhöfe

Anbindung ländlicher Regionen an Hauptverkehrsadern muss bleiben

Wien (OTS) - "Von der Schiene auf die Straße - das ist der falsche Weg. Die ohnehin benachteiligten ländlichen Regionen müssen an die Hauptverkehrsadern angebunden bleiben", verlangt LK-Vizepräsident Franz Titschenbacher und fordert ein Gipfelgespräch der ÖBB, der Landes- und Bundespolitik mit der betroffenen Forstwirtschaft.

Anschlag auf den ländlichen Raum

"Es ist ein Anschlag auf den ländlichen Raum. Durch das geplante Zusperren der Güterbahnhöfe und Holzverladestellen werden ohnehin besonders benachteiligte ländliche Gebiete weiter ausgetrocknet. Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze gehen verloren", protestiert Titschenbacher gegen das geplante Zudrehen der Verladebahnhöfe Großreifling, Kleinreifling, Hieflau, Eisenerz, Weißenbach und Rohrbach-Vorau. Titschenbacher verlangt ein Gipfelgespräch der ÖBB und der Landes- und Bundespolitik mit den betroffenen Waldbesitzern und Forstbetrieben. Der Vizepräsident: "Ziel ist es, ein weitblickendes, vernünftiges Konzept zu erstellen, damit die benachteiligten ländlichen Regionen an die Hauptverkehrsadern angebunden bleiben und wirtschaftlich nicht ausgetrocknet werden".

Falsch: Von der Schiene auf die Straße

"Es ist vollkommen falsch, die Frachten von der Schiene auf die Straße zu verlegen", betont Titschenbacher. Er begründet: "Ein Zusperren der sechs Holzverladebahnhöfe bedeutet jährlich 3.500 zusätzliche Lkw-Züge auf den steirischen Straßen. Sie belasten das Straßennetz und verpesten die Umwelt unnotwendigerweise. 683.000 kg CO2 werden zusätzlich in die Luft geblasen. Außerdem sind die Lkw-Frachten wesentlich teurer und werden höchstwahrscheinlich an die Waldbesitzer und Forstbetriebe übergewälzt".

Zusperren des Verladebahnhofes Rohrbach-Vorau sofort zurücknehmen

"Völlig inakzeptabel ist auch die Schließung des Verladebahnhofes Rohrbach-Vorau", betont Titschenbacher. Und weiter: "Dort ist die Versorgung der regionalen Wirtschaft und örtlichen Holzindustrie gefährdet. Damit stehen 110 Arbeitsplätze auf dem Spiel." Titschenbacher verlangt eine sofortige Rücknahme dieses für die Region so bitteren Vorhabens.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Rosemarie Wilhelm,
Tel. 0664/1836360,
E-Mail: rosemarie.wilhelm@lk-stmk.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AIM0001