SPÖ-Gewerkschafter Klug: Besserer Schutz und mehr Rechte für Leiharbeiter geschaffen

Bundesrat beschließt Maßnahmen gegen Arbeitslosigkeit und für Weiterbildung in Zeitarbeitsbranche

Wien (OTS/SK) - Für rund 78.500 Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter ist es heute zu einer maßgeblichen Verbesserung ihrer Arbeitsverhältnisse gekommen. Das stellte der Fraktionsvorsitzende der sozialdemokratischen Bundesräte Gerald Klug heute in seiner Rede zum Arbeitskräfteüberlassungsgesetz (AÜG) im Bundesrat fest. "Die SPÖ-Fraktion unterstützt dieses deutliche Signal an die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, da es damit in Zukunft mehr Schutz und mehr Rechte für Leiharbeiter sowohl am Arbeitsplatz als auch zwischen Überlassungen gibt", erklärte Klug. Mit diesem Gesetzesvorhaben wird die EU-Leiharbeitsrichtlinie in nationales Recht umgesetzt. ****

Die Leiharbeitsrichtlinie sieht eine Gleichbehandlung überlassener Arbeitskräfte mit den Arbeitskräften des Beschäftigerbetriebes vor. Zentrale Inhalte dieser Regelung sind die Einsatzinformation, mehr Respekt für Leiharbeiter und Anreize zur Bezahlung von Stehzeiten und zur Weiterbildung. "Überlassene Arbeitskräfte können mit der Einsatzinformation ihre korrekte Entlohnung besser überprüfen. Mit dem Sozial- und Weiterbildungsfonds wird die Gefahr von Arbeitslosigkeit maßgeblich reduziert und es werden Anreize zur Weiterbildung in Stehzeiten geschaffen", betonte Klug.

Gerade der ins Leben gerufene Weiterbildungsfonds wird einen zentralen Beitrag zu neuen Qualifizierungsmaßnahmen leisten. "Dies ist insofern erfreulich, da den neuesten Studien zufolge gerade in der Leiharbeitsbranche lediglich 60 Prozent der Arbeitnehmer über einen Pflichtschulabschluss verfügen", erklärte der Fraktionsvorsitzende der sozialdemokratischen Bundesräte. Leiharbeit ist eine noch immer stark wachsende Branche am heimischen Arbeitsmarkt (rund 3.600 Arbeitnehmer oder 5,5 Prozent mehr als gegenüber 2011) "und darum ist es wichtig, den Schutz vor Diskriminierung und Ausbeutung weiter auszubauen", so Klug. (Schluss) mis/ah

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