Cortolezis-Schlager: Schulautonomie weiter ausbauen und Lehrerbildung neu rasch umsetzen

ÖVP-Wissenschaftssprecherin bei Podiumsdiskussion "Ist Bildung Erbrecht?"

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Wir brauchen weiterhin konkrete Verbesserungen im Bildungsbereich, sagte gestern, Dienstagabend, ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg. Mag. Katharina Cortolezis-Schlager bei der Diskussion "Ist Bildung Erbrecht?" in der Hauptbücherei in Wien. Konkret führte sie dabei den Ausbau der Schulautonomie, die rasche Umsetzung der Lehrerbildung neu - auch die Pflichtschullehrer sollen eine Masterausbildung machen - sowie den Ausbau der externen Evaluierung von Schulen durch eine unabhängige wissenschaftliche Einrichtung an.

"Es ist wichtig, bei jungen Menschen das Bewusstsein zu schaffen, dass eine gute Ausbildung wichtig ist, und ihnen auch das Selbstvertrauen zu geben, das für den Beginn eines Studiums notwendig ist", begrüßte die ÖVP-Abgeordnete die deutsche Initiative Arbeiterkind.de von Katja Urbatsch, die Kindern aus bildungsfernen Schichten Mut machen will, den Schritt an die Universität zu wagen. Diese Initiative, die gestern im Mittelpunkt der Diskussion stand, sei ein wichtiger Beitrag dazu. "Vorbilder müssen vor dem Vorhang gebracht werden", so Cortolezis-Schlager weiter.

Die ÖVP-Wissenschaftssprecherin wies in diesem Zusammenhang aber darauf hin, dass Österreich - wie auch die OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2012" bestätige - ein hohes Bildungsniveau aufweise. Österreich könne demnach auf eine stark gestiegene Hochschulzugangsquote von plus neun Prozentpunkten auf 63 Prozent blicken. Auch die Hochschulabschlussquote ist im letzten Jahr leicht angestiegen, nämlich von 29,3 Prozent auf 29,7 Prozent.

Die zentrale Frage in der Bildung sei aber nicht nur eine organisatorische, sondern auch das Inhaltliche. "Es geht darum, was wird in einer Schule gelehrt bzw. individuell gefördert? Bildung muss so organisiert sein, dass Talente und Begabungen gefördert werden", unterstrich Cortolezis-Schlager. Ein Schritt in diese Richtung sei mit der Neuen Mittelschule gelungen, deren Ziel es ist, Neigungen und individuelle Leistungsfähigkeit der Schüler/innen in den Mittelpunkt zu stellen und gleichzeitig die AHS zu erhalten. "Damit wird ein wesentlicher Beitrag zur schülerorientierten Weiterentwicklung des Schulwesens geleistet."

Auch die Schulautonomie, die ausgebaut werden müsse, leiste in diesem Zusammenhang einen wichtigen Beitrag. Schulen können damit Angelegenheiten wie etwa schulautonome Lehrplanbestimmungen unter Mitwirkung der Schulpartner selbst entscheiden. Die ÖVP-Abgeordnete hob zudem die Bildungsstandards als "zentrales Element" hervor. Seit 2009 legen zusätzlich zum Lehrplan auch die Bildungsstandards fest, was Schüler in der vierten Schulstufe (in Deutsch, Mathematik) bzw. in der achten Schulstufe (in Deutsch, Mathe, Englisch) beherrschen sollen.

"Die große Stärke Österreichs ist auch das gut ausgebaute, beruflich orientierte Bildungssystem, um das wir in ganz Europa beneidet werden. 76,8 Prozent der Schülerinnen und Schüler im Sekundarbereich II besuchen eine Schule mit beruflicher Orientierung. Der EU-21-Durchschnitt liegt bei 52,8 Prozent und der OECD-Durchschnitt bei 46 Prozent."

"Unser duales System der Ausbildung in Betrieb und Berufsschule ist international vorbildlich, trägt entscheidend dazu bei, dass Österreich im EU-Vergleich eine niedrige Jugendarbeitslosigkeit hat und bietet mit seiner Durchlässigkeit alle Chancen für eine erfolgreiche Karriere", schloss die ÖVP-Wissenschaftssprecherin. (Schluss)

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