Mehr Tageslicht überstrahlt den Winter-Blues

Testfamilie & Wissenschaft überprüfen Wirkung von Tageslicht.

Wolkersdorf/Pressbaum (OTS) - Wenn nun die Tage kürzer und die Abende länger werden, schlägt die Dunkelheit vielen Menschen auf das Gemüt. Das wirksamste Gegenmittel kommt aus der Natur: das Tageslicht. Doch nicht nur unter freiem Himmel, auch durch großzügige Fensterflächen wirkt Tageslicht positiv auf das Wohlbefinden. Das bestätigen Wissenschaftler ebenso wie Familie Dorfstetter, die seit März das Sunlighthouse in Pressbaum (Niederösterreich) testet. Durch eine ungewöhnlich hohe Anzahl an strategisch positionierten Fenstern kommt selbst im tiefsten Winter ein Maximum an Tageslicht in das Experimentalhaus.

Damit die innere Uhr verlässlich im Takt schlägt, braucht der menschliche Organismus ein Leitsystem. Das findet er am besten im Tageslicht, wie VELUX-Tageslichtplanerin DI Christina Brunner erklärt: "Anders als bei künstlicher Beleuchtung variieren die Eigenschaften des natürlichen Lichts im Tagesverlauf und wirken positiv auf viele Abläufe im Körper ein." Im Dienste des Wohlbefindens gilt es also, die Menge an Tageslicht in den Häusern der Zukunft zu maximieren.

Tageslicht hoch fünf im Lebensraum

Wie es sich in einem Haus lebt, das einen fünfmal höheren Tageslichtanteil als gewöhnliche Häuser hat, testet zurzeit die Familie Dorfstetter im VELUX Sunlighthouse in Pressbaum bei Wien. Dessen gesamte Fensterfläche ist dank eines gezielten Einsatzes von Dachflächenfenstern und Vertikalverglasungen um ein Vielfaches größer, als von der Bauordnung als Mindestanforderung empfohlen. So lässt sich darin selbst am kürzesten Tag im Jahr das natürliche Tageslichtangebot von sechs Stunden bestmöglich ausschöpfen. Das bringt höchste Wohnqualität in den Alltag, berichtet Testbewohner Ludwig Dorfstetter: "Selbst an bewölkten Tagen ist es angenehm hell. Da verdirbt uns auch ein verregneter Tag, den wir einfach nur zuhause verbringen, nicht so schnell die gute Laune."

"Sunlight" als Wohlfühlfaktor - selbst im Hochsommer

Was Licht mit Wohlfühlen zu tun hat, erleben Yasmin und Ludwig Dorfstetter mit ihren Kindern Alfred und Johann nun schon sechs Monate lang. An Frühling und Sommer im Sunlighthouse haben sie positive Erinnerungen. "Die Licht-und Frischluftversorgung war optimal, die automatisierte Gebäudesteuerung funktionierte einwandfrei. Je nach Bedarf konnten wir die Fenster automatisch öffnen lassen, aber sie auch manuell bedienen", sagt Yasmin Dorfstetter. Besonders an schwülen Sommerabenden konnte damit die Frischluftzufuhr sehr gut gesteuert und so eine hervorragende Luftqualität für einen erholsamen Schlaf erreicht werden. "Auch die Raumtemperatur war selbst im Hochsommer angenehm - für Häuser mit großzügigen Fensterflächen keine Selbstverständlichkeit", ist Ludwig Dorfstetter begeistert. Zwischen März und August betrug die durchschnittliche Temperatur im VELUX Sunlighthouse nicht mehr als 23,2Grad Celsius.

Unter wissenschaftlicher Beobachtung

Der sonnige Eindruck, den die Testfamilie im VELUX Sunlighthouse hat, ist auch wissenschaftlich fundiert. Die Berechnungen aus der Planungsphase wurden im Monitoring durch reale Lichtmessergebnisse bestätigt. Gregor Radinger vom Department für Bauen und Umwelt der Donau Universität Krems maß dafür den Tageslicht-Quotienten im Haus:
"Dieser gibt an, wie viel Prozent des außen verfügbaren Tageslichts bei bedecktem Himmel in 85 Zentimeter Höhe in den Wohnräumen auftrifft. Durchschnittlich leben wir in Österreich bei einem Wert von unter einem Prozent in Aufenthaltsräumen, im Sunlighthouse beträgt er etwa fünf Prozent." Daneben zeigte die wissenschaftliche Überprüfung, dass sich ein hoher Lichtanteil und Energieeffizienz nicht ausschließen - die Wärme- und Strombilanz sind klar positiv, die Energieerträge höher als angenommen.

Da der Stromverbrauch für die automatische Fensteröffnung und -verschattung aber dennoch etwas höher als erwartet ausgefallen ist, wird die parallele Nutzung der automatischen Gebäudesteuerung und der manuellen Frischluftversorgung nun noch einmal detailliert überarbeitet. Ob das VELUX Sunlighthouse auch im Winter mehr Energie produziert, als es verbraucht, werden die Experten weiterhin genau beobachten. An den bevorstehenden Winterabenden wird Familie Dorfstetter jedenfalls dank des vielen Tageslichts in ihrem Heim jedem Winter-Blues mit Leichtigkeit trotzen.

Über das Sunlighthouse:

Im Herbst 2010 wurde im niederösterreichischen Pressbaum das erste CO2-neutrale Einfamilienhaus Österreichs fertiggestellt - das VELUX Sunlighthouse. Es zählt zu den sechs "Model Homes 2020", die in fünf Klimaregionen Europas errichtet wurden. Dieses Einfamilienhaus produziert dank des konsequenten Einsatzes von erneuerbarer Energie wie Photovoltaik und Solarthermie mehr Energie, als es verbraucht. Errichtet wurde es auf einem schattigen Grundstück mit starker Hanglage, das weitgehend der österreichischen Topografie entspricht.

Gleichzeitig bietet es behagliche, attraktive Lebensräume mit frischer Luft und überdurchschnittlich viel Tageslicht-einstrahlung über Dachflächenfenster und Vertikal-verglasungen. Die Fensterfläche beträgt 50,5 Prozent der Wohnnutzfläche. Damit wird eine Balance zwischen Energieeffizienz und optimalem Innenraumklima erreicht. Ökologisches und ressourcenschonendes Bauen steht hier im Einklang mit ansprechender Architektur, die sich dynamisch ihrer Umgebung anpasst, und höchster Wohnqualität. Das Sunlighthouse gilt unter Experten als Vorreiter zukünftiger "Aktiv-Häuser" und wird das nachhaltige Bauen der nächsten Jahre maßgeblich beeinflussen.
Um zu sehen, wie sich das VELUX Sunlighthouse im Alltag bewährt, wird es seit März 2012 ein Jahr lang im laufenden Betrieb von einem umfassenden Monitoring der Donau Universität Krems und Soziologen des IFZ Graz begleitet. Die erste Zwischenbilanz des Monitorings förderte positive und zukunftsweisende Ergebnisse zutage. Berichtet wird darüber im Internet-Blog der Experten und der Familie Dorfstetter auf www.sunlighthouse.at

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