WTV: Wissenschaftliche Studie zu Zieselpopulation um das Wiener Heeresspital fordert weitere behördliche Prüfungen

Experten der EU-Naturschutzrichtlinien zeigten in der eben fertig gestellten Studie viele Versäumnisse auf

Wien (OTS) - Die Studie "Voraussetzungen für eine europarechtlich korrekte Vorgehensweise zur Bewilligung von Wohnbauten auf Flächen nördlich des Heeresspitals" von Dr. Thomas Ellmauer und DI Wolfgang Suske, erstellt im Auftrag des Wiener Tierschutzvereins und der IGL-Marchfeldkanal , belegt, dass die Prüfung des Bauvorhabens nur dann positiv abgeschlossen werden kann, wenn aufgrund bester wissenschaftlicher Erkenntnisse folgende Punkte nachvollziehbar und glaubhaft dargelegt werden können:

  • Für Bauvorhaben keine anderweitigen zumutbaren Lösungen gefunden werden können
  • Dass sich der Zieselbestand in ihrem Erhaltungszustand nicht verschlechtert
  • Dass für das Vorhaben zwingende Gründe eines überwiegend öffentlichen Interesses geltend gemacht werden können

Vor allem der letztgenannte Punkt wird nicht zu erbringen sein. Aufgrund der objektiv nachvollziehbaren, dramatischen Situation der Ziesel in Österreich, ist es eigentlich ausgeschlossen, dass zwingende Gründe eines überwiegend öffentlichen Interesses existieren, um genau beim Heeresspital im Ziesel-Habitat Wohnungen zu errichten. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass ein dichtes Ziesel-Vorkommen ja bereits vor Planungsbeginn behördlich evident war.

Dem Einsatz engagierter TierschützerInnen ist es zu verdanken, dass um eine der letzten Zieselpopulationen Österreichs überhaupt noch gekämpft werden kann. Hätten sich diese mutigen Menschen nicht vor die anrückenden Traktoren gestellt, wären die Zieselbehausungen hier schon dem Erdboden gleichgemacht worden.

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IGL-Marchfeldkanal
Mag. Helmut Bauer
Tel: 0681 / 20 60 90 29
Mail: info@ziesel.org

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