FMMI: Eigenständiger KV 2012 ist Auftakt zu neuer Sozialpartnerschaft

Maschinenbauer-Initiative hat die Auseinandersetzung mit den näheren Bedingungen der Branchen ermöglicht

Wien (OTS/PWK791) - Nach den KV-Verhandlungen ist vor den KV-Verhandlungen. Der Fachverband der Maschinen- und Metallwaren-Industrie sieht den eigenständigen Abschluss 2012 als erfolgreich passierten Meilenstein auf dem Weg zu mehr Sicherheit für Betriebe und Arbeitsplätze. Die im Rahmen des Abschlusses getroffenen Vereinbarungen betreffend Arbeitszeit und Beschäftigungssicherung müssen angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung rasch aufgegriffen werden.

Der FMMI hat mit seiner Initiative zu direkten KV-Verhandlungen mit den Gewerkschaften und dem eigenständigen Abschluss ein zentrales Ziel der Maschinen- und Metallwaren-Industrie erreicht. Er hat mit seinem Beschäftigungssicherungspaket 2020 darüber hinaus einen Dialog initiiert, der sich in den KV-Verhandlungen anderer Fachverbände niederschlägt. Obmann Christian Knill: "Die 'Metaller-Runde' ist Geschichte - wir müssen in die Zukunft denken und freuen uns über die neue Form der Sozialpartnerschaft."

Mit den direkten KV-Verhandlungen hat der FMMI heuer zum ersten Mal den Raum geschaffen, um die spezifischen Rahmenbedingungen der Branche auf den Tisch legen zu können. Im Sinne der Beschäftigungssicherung sieht der Fachverband aber die dringende Notwendigkeit, zusammen mit den Arbeitnehmervertretern beim Rahmenrecht intelligente Strategien für die Branche zu entwickeln. Ein weiterer Punkt auf der Agenda des Obmanns der Maschinenbauer ist mehr Planungssicherheit für die Betriebe: "Wir wollen mit den KV-Verhandlungen 2013 jedenfalls früher beginnen, am besten noch im Sommer. Darauf wollen wir uns mit den Gewerkschaften so rasch wie möglich verständigen."

Die Maschinen- und Metallwaren-Industrie ist mit rund 1.200 Betrieben und etwa 120.000 Beschäftigten eine Branche der Familienunternehmen und typischerweise kleinteilig strukturiert. Sie ist Schlüsselbranche mit einer langen Wertschöpfungskette innerhalb der österreichischen Industrie. Die Maschinenbauer haben sich zunehmend zu Spezialisten entwickelt, die mit Nischenprodukten international erfolgreich und einer der größten Arbeitgeber der Industrie sind. Aufgrund der überdurchschnittlich hohen Lohntangente in der Branche können überzogene KV-Abschlüsse aber zu massiven Problemen für die Betriebe führen. Maschinen und Metallwaren made in Austria sind zwar weltweit gefragt, rund ein Viertel aller österreichischen Exporte sind Produkte der Branche. Umso wichtiger ist es dem Fachverband daher, sich angesichts unregelmäßiger, aber tendenziell immer längerer Konjunkturzyklen für entsprechende Standortbedingungen in Österreich einzusetzen.

Christian Knill ist von der Dringlichkeit überzeugt: "Gerade jetzt steuern wir wieder auf besonders harte Zeiten zu - trotzdem wollen unsere Betriebe ihre Mitarbeiter halten. Sie brauchen intelligente Instrumente, um langfristig planen zu können und wirtschaftlich schlechte Perioden abzufedern. Es ist schon viel gewonnen, wenn wir gemeinsam mit den Gewerkschaften das bestehende Rahmenrecht bei der Arbeitszeit in Zukunft besser ausschöpfen".

Der Fachverband MASCHINEN & METALLWAREN Industrie (FMMI) ist die gesamtösterreichische Vertretung aller Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau und Metallwaren. Die mittelständisch strukturierte Branche erwirtschaftete im Jahr 2011 einen Produktionswert von 36,5 Mrd. Euro und stellt mit rund 1.200 Unternehmen und etwa 120.000 Beschäftigten das Rückgrat der industriellen Beschäftigung in Österreich dar. Der Anteil der Branche am heimischen BIP liegt bei 6,5 Prozent. (us)

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