US-Wahl 2012: Zwei "dok.filme" über die USA und ihre Einwohner

"Reiseckers Reisen spezial" und "American Passages" am 4. November in ORF 2

Wien (OTS) - Anlässlich der bevorstehenden US-Wahlen stehen am Sonntag, dem 4. November 2012, zwei Dokumentationen rund um die USA und ihre Einwohner auf dem "dok.film"-Programm in ORF 2: In "Reiseckers Reisen spezial - USA" begibt sich Michael Reisecker um 23.00 Uhr "on the road" und ist quer durch Amerika unterwegs, um Menschen und ihrem Land zu begegnen. Danach - um 23.30 Uhr - versucht Regisseurin Ruth Beckermann in "American Passages" in elf Bundesstaaten den Ist-Zustand Amerikas zu erfassen: Was ist übrig von der Euphorie in der Wahlnacht Obamas?

Die US-Wahl im ORF: ORF 2 berichtet in der Wahlnacht ab 22.00 Uhr insgesamt zwölf Stunden lang ausführlich bis zur Entscheidung und zeigt bereits im Vorfeld zahlreiche Magazine, Dokumentationen und Filme, die sich mit den USA bzw. dem Präsidentenamt beschäftigen. Am Montag, dem 5. November, steht im Rahmen von "art.film" um 23.55 Uhr Oliver Stones "W - Das Leben des George W. Bush" auf dem Programm. Am Dienstag, dem 6. November, folgt um 22.30 Uhr mit "That's America" eine vom ORF-Büro in Washington gestaltete Rundreise durch die heutigen USA. Im "Weltjournal spezial: USA: Im Inneren der Macht" erzählen danach um 23.15 Uhr Mitarbeiter aus Präsident Obamas engstem Kreis, wie sie die richtunggebenden Entscheidungen des mächtigsten Mannes der Welt erlebt haben. In der Dokumentation "Die Schöne und der Milliardär - Amerikas Reiche und ihre Sorgen" begleitet Lauren Greenfield am Mittwoch, dem 7. November, um 23.00 Uhr den Absturz einer Milliardärsfamilie auf den Boden der Realität. ORF III Kultur und Information zeigt am 3. November um 20.15 Uhr "Die Obama-Story". Auch die ORF-Radios widmen sich umfassend der US-Präsidentschaftswahl. Die ORF-TVthek bietet ein ausführliches Videoarchiv zu den US-Wahlen vergangener Jahrzehnte. Nähere Infos unter presse.ORF.at.

"dok.film: Reiseckers Reisen spezial - USA" (23.00 Uhr, ORF 2)

Eine Amerikanerin inspiriert Michael Reisecker zu einem Besuch in den USA - in Zeiten des Wahlkampfes. Mit im Gepäck natürlich seine Kamerabrille. Von Washington DC ausgehend ist Reisecker voller Neugier "on the road", quer durch ein kleines Stück Amerika unterwegs, um Menschen und ihrem Land zu begegnen.

In Washington DC trifft er vor dem Capitol auf David, einen Beschneidungs-Gegner, der neben interessanten Fakten auch ein intimes Beispiel parat hat. Reisecker bricht danach in Richtung Süden auf und erkundet Tennessee, wo er in Lexington auf einen Farmer stößt, der ihm am Wegesrand erklärt, was er über Amerika, Benzinpreise und Getreidepreise denkt. Politik ist überall präsent.

Am Stadtrand von New Orleans trifft Reisecker auf John Tayler. Er ist mit seinem Boot in einem Sumpf unterwegs und erzählt ihm von den Konsequenzen des Hurrikans Katrina und vom Sumpf des Lebens. Mit einem besonderen Schatzsucher spricht Michael Reisecker in Key West in Florida: Der aus Lettland emigrierte Pensionist Chuck ist mit seiner Frau in einem riesigem Wohnwagen auf Reisen, um mit einem Metalldetektor einen Schatz zu finden - oder das Glück.

Girls aus dem Norden feiern in Miami Beach Geburtstag und plaudern mit dem Filmemacher über das Schulsystem und über Amerika aus der Sicht von Mädchen aus Boston und Washington. Und schließlich: Michael Reisecker vor dem Weißen Haus. Harry legt seine Meinung dar über Drohnenangriffe, Präsident Obama und Rassismus in den USA.

"dok.film: American Passages" (23.30 Uhr, ORF 2)

"Yes, we can! And we did - you can't stop us now!" Ungebremste Euphorie in der Wahlnacht Obamas steht am Beginn des vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens geförderten Dokumentarfilms "American Passages": Menschen, die am 4. November 2008 auf der Straße tanzen und die Wahl des ersten schwarzen Präsidenten der USA feiern. Sie freuen sich über diesen historischen Augenblick, als wären sie erst jetzt vom Trauma der Sklaverei befreit. Es ist jedoch derselbe Moment, in dem die Wirtschaft zerbricht und plötzlich jene Machbarkeit infrage gestellt wird, durch die sich das Land so sehr definiert. Ob im Amerika des Jahres 2012 Obamas Strahlkraft noch stark genug für eine zweite Amtsperiode ist, wird sich am 6. November zeigen.

Die Frage nach dem Ist-Zustand Amerikas treibt Regisseurin Ruth Beckermann von New York aus quer durch insgesamt elf Bundesstaaten -in Wohnblöcke, wo die Menschen viele Kinder und wenig Geld haben, auf Partys, in Gefängnisse und zu Memorials, in Privathäuser, die von der Pfändung bedroht sind, in Gerichtssäle, Universitäten, in ein Casino. Und an die vielen "Nicht-Orte" dazwischen: Autobahncafés, Tankstellen, Highways.

Diese Begegnungen von großer Unmittelbarkeit und sorgfältigen Momentaufnahmen ergeben in ihrer Gesamtheit das Bild einer vielgesichtigen, vielschichtigen Nation im Wandel: Ein desillusionierter junger Irak-Veteran, einen Joint in der Hand, erzählt, wie er nach 9/11 fühlte, "etwas tun zu müssen", und sich freiwillig bei der Army meldete. Ein homosexuelles Väterpaar erinnert sich zurück, wie die Adoptivkinder unvermittelt ankamen. Eine Frau packt ihr Leben in Schachteln, weinend, weil sie ihr Haus an die Bank verliert. Partytiger in Las Vegas betreiben Charity, und ein alter Zuhälter steht am Roulettetisch und philosophiert über das gute Leben. Jeder lebt seine eigene Fiktion und baut damit weiter an dem "Konstrukt Amerika".

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