ORF-III-Programmschwerpunkt zu Allerheiligen

Am 1. November im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - Besinnlich und religiös ebenso wie kurios und schauderhaft: Das ORF-III-Feiertagsprogramm widmet Allerheiligen am Donnerstag, dem 1. November 2012, einen spannenden und abwechslungsreichen Programmschwerpunkt mit einer dokumentarischen Geisterfahrt durch Österreich, Willi Resetarits' skurriler Führung durch den Wiener Zentralfriedhof, der vierteiligen Dokumentationsreihe "Geschichte des Todes - Friedhöfe in Europa" und dem Start der 26-teiligen Kurzdokureihe "CULTUS" über die Feiertage im Kirchenjahr. "Ruhe sanft - Rest in Peace" stellt jene Menschen in den Mittelpunkt, die täglich mit Leichen zu tun haben, bevor in Mexiko die Toten empfangen und mit ihren Lieblingsspeisen bewirtet werden.

"Jenseits von allem" (16.10 Uhr)

Wenn ORF III Kultur und Information Gerald Teufel auf seiner makabren Reise durch Österreich begleitet, erinnert es an eine Geisterbahnfahrt. Räumlich zieht sich das Abenteuer von Tirol bis ins Burgenland, zeitlich vom Mittelalter bis in die Gegenwart - und thematisch dreht sich alles um den Tod. Für Gänsehaut sorgen u. a. Künstlerin Irene Trawöger, Bestatter Julius Müller, Intensivmediziner Klaus Michael Ratheiser und Pfarrer Alois Hüger.

"Es lebe der Zentralfriedhof" (16.55 Uhr)

Manfred Corrine besucht den Wiener Zentralfriedhof, die größte historische Begräbnisstätte Europas. Neben zahlreichen Namenlosen ruhen dort Weltberühmtheiten wie Beethoven, der Walzerkönig Johann Strauß sowie Politiker, Künstler und Rockstars. Einzigartig machen den Ort aber auch jene Bewohner, die zwischen den Gräbern und Gruften zu entdecken sind: Aufgrund seiner Dachse, Rothirsche, Füchse und Turmfalken galt der riesige Friedhof lange als offizielles Jagdgebiet. ORF III Kultur und Information spaziert mit Willi Resetarits durch Wiens skurrilstes Biotop und lässt sich den Zentralfriedhof von einer völlig anderen Seite zeigen.

"Geschichte des Todes - Friedhöfe in Europa: Der heroische Tod" (17.50 Uhr)

Friedhöfe gelten als aussagekräftigste Zeugnisse ihrer Epoche: Sie verraten, welches Bild das jeweilige Zeitalter vom Tod hatte und in welcher Form sich die Trauer um Verstorbene darstellte. Die Dekodierung der Totenstätten gibt folglich Aufschluss über die Gesellschaft der Lebenden: Neben dem Erinnern ging es um Repräsentation von Macht und gesellschaftlicher Hierarchie. Mit der vierteiligen Dokureihe "Geschichte des Todes - Friedhöfe in Europa" liefert ORF III eine kulturhistorische Darstellung des Umgangs der westlichen Zivilisation mit dem Tod. Die Folge "Der heroische Tod" hinterfragt die unglaubliche Größe von Mausoleen, mit denen die Mächtigsten die Nachwelt "zwangen", ihrer zu gedenken. Aus welchem Grund wurden derart überdimensional hohe Grabmonumente errichtet? Warum liegen christliche Gräber im Gegensatz dazu unter der Erde? Michael Trabitzsch und Nina Mair erkunden die heidnische Antike.

"Geschichte des Todes - Friedhöfe in Europa: Der erzitterte Tod" (18.20 Uhr)

Tote wurden in Stein gemeißelt, wie beispielsweise im "Schlafsaal des Todes" zu Pisa. Über ihnen ließ man gewaltige Hallen errichten, die den Tod als überwindbar symbolisieren sollten. Warum fürchtet das christliche Mittelalter das Ende des Lebens? Welchen Schutz erhofften sich die Gläubigen in der Kirche? Warum stifteten die Reichen Kirchen und ließen sich neben Heiligen bestatten? "Der erzitterte Tod" liefert einen Einblick in die Gedankenwelt des Mittelalters.

"CULTUS - Der Feiertag im Kirchenjahr: Allerheiligen" (18.50 Uhr)

Warum gibt es so viele Heilige und warum ist ihnen ein Sammelfeiertag gewidmet? Was bedeutet Heiligkeit überhaupt? Ist der Weg dorthin gar nicht so weit? Aus welchem Grund besuchen wir gerade zu Allerheiligen den Friedhof? Warum ist für manche Rapid heilig, für andere wiederum Mutter Theresa? Mit "CULTUS - Der Feiertag im Kirchenjahr" startet ORF III Kultur und Information seine 26-teilige Kurzdokureihe über Herkunft, Bedeutung und Aktualität der kirchlichen Feiertage. Ein Jahr lang wird damit Einblick in Leben und Glauben der unterschiedlichsten Ordensgemeinschaften gewährt.
Zu Allerheiligen steht der aus Berlin stammende Zisterzienserpater und Bildhauer Raphael Statt im Mittelpunkt. Im Stift Heiligenkreuz erklärt er die Hintergründe jenes Feiertages, der seine Ursprünge im keltischen Neujahrsfest hatte.

"Geschichte des Todes - Friedhöfe in Europa: Der intime Tod" (19.05 Uhr)

Der Tod wurde im Laufe der Geschichte häufig in Szene gesetzt - wie im 17. Jahrhundert beim Grabmal für Papst Urban VIII. in Rom. Für die Gemeinschaft der Christen wurde ein Bau errichtet, der die Kirche als allmächtig und unvergänglich ins Bewusstsein rücken sollte. Warum suchte diese Epoche die physische Nähe zu ihren Toten? "Der intime Tod" beleuchtet die barocke Vorstellung des Ablebens.

"Geschichte des Todes - Friedhöfe in Europa: Der versöhnliche Tod" (19.35 Uhr)

Als man genug über den Tod zu wissen glaubte, erschien das Jenseits weniger schrecklich. Zum Andenken an die Verstorbenen gesellten sich Melancholie und eine geradezu "landschaftliche" Stimmung. Warum wurde der Tod derart persönlich und individuell? Warum rührt die stille Andacht mehr als die grandiose Inszenierung? Warum strömen Menschen auf Friedhöfe, obwohl sie dort keine Angehörigen finden? Was suchen junge Besucher auf Friedhöfen? Und warum sind die großen städtischen Friedhöfe zu einem idealen Spiegelbild der Stadt der Lebenden geworden? ORF III zeigt eine Bestandsaufnahme bürgerlichen Denkens.

Mein Almanca: "Der ORF-III-Sprachkurs mit Augenzwinkern" (20.00 Uhr)

Praktische Hilfeleistung für den sprachlich zu bewältigenden Alltag gibt Ani Gülgün-Mayr auch in der neunten Folge von "Mein Almanca", wenn sie mit Witz und Charme erklärt, wie man ein Bankkonto eröffnet. Murat setzt sich zur Veranschaulichung des Gelernten tatkräftig in Szene - und tritt ins Fettnäpfchen. Bei Selma und Ludwig gehen die Hochzeitsvorbereitungen in die heiße Endphase. In die letzten Feinheiten und Details einer türkischen Hochzeitsfeier wird Ludwig erst eingeweiht, als er sich unter dem Messer des beflissenen türkischen Barbiermeisters nicht mehr wehren kann.

"Ruhe sanft - Rest in Peace" (20.15 Uhr)

Leichen, Verwesung und Verfall. Tote als ökologisches Problem und Tote als menschliche Ersatzteillager. Der ORF-III-Hauptabend thematisiert die radikale Endgültigkeit und stellt die Frage, was von uns bleibt. "Ruhe sanft - Rest in Peace" gewährt Einblick in den Alltag jener Menschen, die täglich mit Leichen konfrontiert werden.

"Mexiko - Die Toten kommen zu Besuch" (21.50 Uhr)

"El Dia de los Muertos", der sogenannte "Tag der Toten" gilt in Mexiko als Höhepunkt des Gedenkens an die Verstorbenen. Die Feierlichkeiten beginnen am 31. Oktober und enden am 2. November. Der Glaube vieler Mexikaner besagt, dass die Toten in dieser Zeit zurückkehren, weshalb sie großartig empfangen und bewirtet werden. Einladungstische mit Blumen, Kerzen, Scherenschnitten sowie viele Speisen werden vorbereitet, für jeden Toten wird ein Foto aufgestellt oder ein Zuckerguss-Totenschädel mit dem jeweiligen Namen des Verstorbenen angefertigt. Ein faszinierender Film über die ungewöhnlichen wie beeindruckenden Totenkult-Bräuche der Mexikaner.

Viennale Spezial: "Indien, Mutter Erde" (22.40 Uhr)

Im Rahmen des "Viennale Film Specials" anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des größten Filmfestivals Österreichs zeigt ORF III Kultur und Information einen einzigartig freien und weltoffenen Film ohne vereinnahmende Synthese: Roberto Rossellinis Versuch, mit Hilfe von Phänomenen eine Welt in der Form eines betörenden Filmgedichts zu beschreiben.

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