Bundesrat - Zehentner: Österreich braucht neues, faires System der Agrarförderung

Klare Obergrenzen der Förderung je Betrieb - Aufstockung der Fördermittel im Bereich der Bergbauern und in der Biolandwirtschaft

Wien (OTS/SK) - Österreich brauche dringend ein neues, faires System der Agrarförderung. Das forderte Bundesrat Robert Zehentner heute, Mittwoch, in der Aktuellen Stunde "Die Gemeinsame Agrarpolitik-Reform 2014-20 - Allianz fürs Land" im Bundesrat. Denn das historische Modell der Förderung nach Fläche sei längst überholt. "Die Gelder müssen nicht nur gerechter verteilt, unter anderem durch klare Obergrenzen der Förderung je Betrieb, sondern auch die gesetzten Maßnahmen stärker an regionale Gegebenheiten orientiert werden", sagte Zehentner. Alle Betriebsprämien sollen daher ab 2014 für alle Acker und Grünflächen auf eine gleiche Basis gestellt werden. ****

Abgesichert und aufgestockt gehört nach Meinung Zehentners zugleich die Förderung der Berglandwirtschaft und der Almwirtschaft. Denn die Prämie zwischen der Ebenen und der Steilflächen sei zu gering. "Das heißt in Zahlen, dass ein Bergbauer der Gruppe BHK III oder IV für die Bewirtschaftung von 10 Hektar in etwa dieselbe Förderung bekommt, wie ein Bergbauer am Talboden der 20 Hektar bewirtschaftet", so Zehentner und forderte die Bergbauernförderung der Gruppe BHK III und IV kräftig zu erhöhen.

Auch im Bereich der Bio-Landwirtschaft gab es in Österreich nur wenig Entwicklung in den letzten Jahren. "Wenn wir weiterhin das Bioland Nummer eins bleiben wollen, müssen wir die Zahl der Bio-Betriebe und Flächen verdoppeln. Dafür muss aber mehr Geld bereitgestellt werden", so Zehentner. Denn die Verdopplung der Bio-Flächen würde ein x-faches an CO2-Ersparnisse, gegenüber dem Einsatz von E 10 im Tank unserer Autos, bringen. "Ziel ist es daher die Förderungen ab 2014 nicht mehr nur an die Hektar oder Viehstückzahl zu binden, sondern zusätzlich an die notwendige Arbeitszeit, die investiert werden muss", forderte der SPÖ-Bundesrat. (Schluss) mis/up

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