FP-Kowarik: Kontrollamtsbericht dokumentiert Bauskandal im Stadthallenbad

Dilettantische Vorgangsweise ist nun amtlich

Wien (OTS/fpd) - "Der nunmehr vorliegende Bericht zur Sanierung des Stadthallenbades offenbart haarsträubende Fehler und totale Überforderung der Verantwortlichen", kommentiert der Vorsitzende des Kontrollausschusses, FP-Gemeinderat Mag. Dietbert Kowarik den Prüfbericht des Kontrollamtes.

Trotz vorhersehbarer und teilweise sich über Jahre abzeichnender Schäden hätte das Projektteam auf tiefgreifende Vorabuntersuchungen verzichtet und die gesamte Generalsanierung auf Grund von Sichtkontrollen abwickeln wollen. Die in weiterer Folge wenig überraschend auftretenden, zahlreichen Probleme wären chaotisch und teils dilettantisch behandelt worden, stellt Kowarik unter Bezugnahme auf den Prüfbericht fest.

"Schon bei der Bestellung der Generalplaner und der örtlichen Bauaufsicht konstatiert das Kontrollamt kuriose Vorgangsweisen und spricht in diesem Zusammenhang von nicht nachvollziehbarer Zuschlagsentscheidung und spekulativem Angebot.

Feststellungen zu erheblichen Problemen bei der Planung und Bauabwicklung trifft das Kontrollamt auch zu folgenden Themenbereichen: Brandschutz, Zuschauertribünen, Dach und Fassade, Lüftungsleitungen, Elektroinstallationen, Anzeigetafeln, Fußbodenheizung, Saunabereich, Trinkwasserversorgung, Kanalisation, Notstromaggregat, Wärmepumpe, Küchenkonzept, Massageraum, Duschen, Anschlussleistungen, Undichtheiten im Schwimmbecken, Beckenhydraulik, Hubboden, etc.", so Kowarik weiter.

Als nicht nachvollziehbar bezeichnet Kowarik auch die Aussage des Stadtrates Oxonitsch im Zuge einer Beantwortung in der Fragestunde des Gemeinderates Anfang Oktober, wonach das Sanierungsbudget bisher erst mit 16,4 Millionen Euro ausgeschöpfte wäre. "Das Kontrollamt stellt den Kostenstand zum Zeitpunkt des Baustopps Jänner 2012 bereits mit 18,263 Millionen Euro fest. Und ein Ende der Kosten ist derzeit nicht absehbar!", so Kowarik.

Bezeichnend wäre auch, dass die verantwortlichen Geschäftsführer der Wiener Stadthalle Betriebs- und Veranstaltungsgesellschaft mbH, Gerhard Feltl und Peter Gruber, mit Bekanntwerden der katastrophalen Vorgänge sich "rechtzeitig" in die Pension verabschiedet hätten und diesen regelmäßig Prämienzahlungen zugestanden wurden, stellt Kowarik fest.

"Der Sanierungsflop im Stadthallenbad reiht sich ein in die lange Liste der Bauskandale im Verantwortungsbereich der Stadt Wien und zeigt abermals die unglaubliche wirtschaftliche Inkompetenz der SPÖ Wien", schließt Kowarik. (Schluss) hn

Rückfragen & Kontakt:

FPÖ-Wien, Pressestelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW0001