Bayr: Ländliche Entwicklung fördern, um Ernährungssouveränität sicher zu stellen

Sinken der Nahrungsmittelproduktion durch Klimaerwärmung vorausgesagt

Wien (OTS/SK) - Laut jüngster Studien der Globalen Forschungsinitiative zur Landwirtschaft (CCAFS) wird in den kommenden Jahren die Lebensmittelproduktion in vielen Regionen der Welt sinken. Als Grund wird die bereits begonnene Klimaerwärmung genannt. "Sinkende Ernteerträge können das Hungerproblem weiter verschärfen. Es ist daher wichtig, kleinbäuerliche Strukturen zu stärken und an die sich wandelnden Gegebenheiten anzupassen", stellt Petra Bayr, SPÖ Bereichssprecherin für globale Entwicklung, fest. Die Weizenproduktion werde bis 2050 in den Entwicklungsländern um 13 Prozent sinken. In Afrika werden die Reisernten um 15 Prozent und die Maisernten um 20 Prozent geringer sein, prognostiziert die Studie, wobei auf regionale Unterschiede einzugehen ist. ****

"Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit müssen wir die ländliche Entwicklung stärken", fordert Bayr, denn diese könne Hunger effektiv reduzieren. "80 Prozent der Menschen, die Hunger leiden, leben am Land. Genau diese Menschen müssen wir unterstützen, damit sie in kleinbäuerlichen Strukturen Ernährungssouveränität leben können, im besten Falle sozial und ökologisch zukunftsfähig", ergänzt Bayr. Dafür sei auch das richtige Saatgut entscheidend. Dieses müsse "an die klimatischen Rahmenbedingungen angepasst" und "frei von patentrechtlichen Verpflichtungen" sein, stellt Bayr fest.

Abschließend betont Bayr: "Es ist unerlässlich, Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung durchzuführen, um dessen Folgen in Grenzen zu halten. Der CO2 Ausstoß muss weiter reduziert werden, auch in der Nahrungsmittelproduktion, denn der gegenseitige Einfluss von Klima und Lebensmittelproduktion ist bei jährlichen 17.000 Megatonnen Kohlenstoffdioxid durch die Herstellung von Lebensmittel nicht von der Hand zu weisen". (Schluss) ah/mp

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