Bundesratspräsident Keuschnigg lud zu Künstlercocktail ins Parlament

Tiroler Malerin Claudia Hirtl präsentiert großformatige Arbeiten

Wien (PK) - Das Parlament steht heute Abend ganz im Zeichen zeitgenössischer Kunst. Bundesratspräsident Georg Keuschnigg lud anlässlich der Eröffnung einer Ausstellung der Tiroler Malerin Claudia Hirtl zu einem "Künstlercocktail" ins Hohe Haus. Hirtl, die in ihren Arbeiten zwei Arten von Bildsprache, die japanische Zeichenschrift und die malerische Abstraktion, zusammenführt, zeigt in den nächsten Wochen im so genannten Salon des Bundesrats sechs großformatige Temperabilder.

Keuschnigg, der zum Künstlercocktail zahlreiche Abgeordnete und BundesrätInnen mit Zweitem Nationalratspräsidenten Fritz Neugebauer und Bundesratsvizepräsidentin Susanne Kurz an der Spitze begrüßen konnte, wertete es als "großen Freundschaftsdienst" der renommierten Künstlerin, eine kleine Auswahl ihrer Bilder für einige Zeit dem Parlament zur Verfügung zu stellen. Er hoffe, dass viele ihre Bilder sehen werden, betonte er.

Beate Palfrader, Tiroler Kulturlandesrätin, hob den traditionellen kulturellen Austausch zwischen Tirol und Wien hervor und meinte, um in Wien erfolgreich zu sein, brauche es mehr als Talent und Ideenreichtum, man benötige auch Durchhaltevermögen und Netzwerke. Umso erfreuter zeigte sie sich darüber, dass viele Tiroler KünstlerInnen auch in der Bundeshauptstadt reüssiert haben. Hirtl gehe es in ihrer Kunst auch um die Erarbeitung und Aufarbeitung philosophischer Begriffe, hielt Palfrader fest, sie persönlich sei vor allem von der Zusammenführung von Abstraktheit und Schriftzeichen beeindruckt.

Zu den Arbeiten der Künstlerin sprach Matthias Böckl, Universitätsprofessor für Geschichte und Theorie der Architektur an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Er wies insbesondere auf die fernöstlichen Einflüsse in Hirtls Bildern und deren sparsame Verwendung von Farbe hin. Für Hirtl sei ein Werk nicht nur ein Versatzstück, dass man an eine Wand hänge, vielmehr trete sie in einen philosophischen Diskurs und in eine Symbolwelt ein. Durch die Kombination eines westlichen und eines östlichen Kulturbegriffs schlage Hirtls Kunst auch Brücken, sagte Böckl, insofern sei sie im Parlament gut aufgehoben.

Claudia Hirtl wurde 1954 in Wörgl geboren und verbrachte nach ihrem Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Wien einige Jahre in Tokyo, wo sie auch die Kunstuniversität besuchte. Zu ihrem vielfältigen Schaffenswerk gehören auch großdimensionale Kunstinstallationen, die in Japan und Österreich zu sehen sind. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit ist Hirtl immer wieder auch als Lehrbeauftragte und Vortragende in Europa, Japan, Australien und den USA aktiv. Derzeit lebt Hirtl in Wien. (Schluss)

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