AK: Gerechte Reform der Pendlerförderung

Neuregelung der Pendlerförderung soll niedrige Einkommen entlasten - AK schlägt steuerfreies Jobticket vor

Wien (OTS) - "Der Weg zur Arbeit ist immer teurer geworden. Ich freue mich, dass unsere Forderung nach einer Reform der Pendlerförderung jetzt greift", erklärt AK Präsident Herbert Tumpel. Das aktuelle Pendlerpauschale enthält viele Ungerechtigkeiten und es profitieren vor allem Besserverdienende und Vollzeitbeschäftigte. "Es kann nicht sein, dass jene, die gut verdienen, viel über das Pendlerpauschale an Geld zurück erhalten und eine Frau, die zu ihrem Teilzeit-Job pendeln muss, weniger oder fast gar nichts erhält", so Tumpel. Nach Ansicht der Arbeiterkammer soll die Pendlerförderung daher künftig als kilometerabhängiger Absetzbetrag und nicht mehr als Freibetrag steuerlich geltend gemacht werden können. Ein Pendlerabsetzbetrag würde so zu einer gerechten Steuerentlastung unabhängig von der Höhe des Einkommens führen und über eine Negativsteuer insbesondere niedrige Einkommen und Teilzeitbeschäftigte entlasten. Die Möglichkeit, auch im innerstädtischen Bereich das steuerfreie Jobticket zu gewähren, fördert das Umsteigen auf den öffentlichen Nahverkehr.

Die AK fordert daher:

+ Die Pendlerförderung soll kilometerabhängig als Steuerabsetzbetrag anstelle des bisherigen Steuerfreibetrags geregelt werden, und zwar so, dass für die unteren und mittleren EinkommensbezieherInnen ein Plus entsteht.

+ ArbeitnehmerInnen, die keine Lohnsteuer zahlen, erhalten die Absetzbeträge als Negativsteuer ausbezahlt, wobei eine Obergrenze festzusetzen ist.

+ Auch Teilzeitbeschäftigte haben Anspruch auf den Pendlerabsetzbetrag. Legen Teilzeitbeschäftigte an weniger als drei Tagen in der Woche die Strecke Wohnung-Arbeitsstätte zurück, soll es zu einer Aliquotierung kommen.

+ Bezahlt der Arbeitgeber ein Jobticket, dann ist dieses lohnsteuerfrei. Das Jobticket kann auch für jene ArbeitnehmerInnen zur Verfügung gestellt werden, die keinen Anspruch auf den Pendlerabsetzbetrag haben.

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