WKÖ-Fachverband stellt klar: Aufregung um Kultgetränk in Gastronomie war "für den Hugo"

WKÖ gibt Entwarnung: Die Getränke-Bezeichnung darf weiterhin in der Gastronomie verwendet werden

Wien (OTS/PWK787) - Die Berichterstattung in den Medien vorige
Woche hat zu Verunsicherung und Verwirrung bei vielen Gastronomen geführt. Unter anderem war die Rede davon, dass Gastwirte die Bezeichnung "Hugo" von der Getränkekarte nehmen sollten, und zwar aufgrund einer angeblichen Klagsandrohung seitens des deutschen Modekonzerns HUGO BOSS. Der Fachverband Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) stellt klar: "Es gibt weder eine Klagsandrohung des Konzerns HUGO BOSS gegenüber Gastwirten, noch ein diesbezügliches Schreiben an die Wirtschaftskammer, wie dies fälschlicher Weise von anderer Seite behauptet wurde", so der Obmann des WKÖ-Fachverbandes, Helmut Hinterleitner.

Richtig ist, dass die Marke HUGO BOSS für den Bereich der Getränke nun auch in Österreich eintragen ist, wie dies in Deutschland bereits seit dem Jahr 1994 der Fall ist. Dies bedeutet aber nicht, dass die Bezeichnung "Hugo" für im Gastgewerbe ausgeschenkte Getränke nicht mehr verwendet werden darf. Zu unterlassen ist lediglich ein Eingriff in das Markenrecht, das wäre etwa der Fall, wenn der charakteristische Schriftzug der Marke "Hugo" verwendet wird.

Über Ersuchen des Fachverbandes hat HUGO BOSS nun die Sachlage in einer schriftlichen Stellungnahme klargestellt:

"Wir möchten Ihnen hierzu gerne mitteilen, dass es für Markenunternehmen ein ganz normaler Vorgang ist, die eigenen Marken in unterschiedlichsten Waren- und Dienstleistungsklassen anzumelden, um diese Marken bestmöglich zu schützen und nutzen zu können. Es dient ebenfalls dazu im Falle einer Verwässerung, einer Verwechslungsgefahr und einer Rufausbeutung der bekannten Marke "HUGO" entgegentreten zu können. Daher wurde unsere Marke HUGO neben vielen anderen Waren- und Dienstleistungsklassen auch in der Warenklasse für Getränke angemeldet und dies schon seit 1994, d.h. also lange bevor der HUGO Drink zu einem beliebten In-Getränk wurde.

Ferner möchten wir klar zum Ausdruck bringen, dass wir vornehmlich in Einzelfällen gegen die größere gewerbliche Verwendung vorgehen. Dazu gehören Getränkehersteller, die Premixgetränke unter dem Namen HUGO als Marke eintragen wollen. Wir haben uns aber bereits mit einigen Herstellern solcher Produkte, die in diesem Zusammenhang vorab auf uns zugekommen sind, um sich über den Rahmen der Nutzungsmöglichkeiten abzustimmen, geeinigt, dass sie HUGO weiterverwenden können. Dies setzt voraus, dass keine Marke HUGO eingetragen wird. Hierzu sind wir auch gerne weiterhin bereit.

Abschließend möchten wir nochmals klarstellen, dass es uns in erster Linie um die Eintragung einer Marke und nicht um den HUGO Drink, der in einer Bar gemixt wird, geht. Dieser darf auch weiterhin als "HUGO" in der Getränkekarte stehen, aber natürlich nicht in unserem Originalschriftzug oder registrierten Logo. In diesem Zusammenhang möchten wir auch noch richtig stellen, dass es von HUGO BOSS kein Schreiben an die Wirtschaftskammer mit einer Klageandrohung gegeben hat." (PM)

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Dr. Thomas Wolf
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