"Silentio, attenzione!": Dreharbeiten zur zweiten Staffel von "Borgia" gehen ins Finale

Fortsetzung des internationalen Historienspektakels mit ORF-Beteiligung mit Doman, Dychauk, Sawatzki und Rubey

Wien (OTS) - Während die beiden ORF-Koproduktionen "Tore der Welt" (Teile drei und vier am 1. November) und "Das Vermächtnis der Wanderhure" (13. November) das Publikum von ORF eins momentan und demnächst ins Mittelalter entführen, wirft der ORF auch andernorts einen Blick zurück: Einen Blick in eine Zeit, in der die Angehörigen des verrufenen, skrupellosen und gewalttätigen Adelsgeschlechts der Borgia zu den schillerndsten Figuren der Renaissance aufstiegen. Denn seit März und noch voraussichtlich bis November schreibt man in Italien das Ende des 15. Jahrhunderts. Denn ebendort wie auch in Tschechien gehen die Dreharbeiten zur zweiten Staffel des mehrteiligen internationalen TV-Events "Borgia", das erneut mit ORF-Beteiligung entsteht, derzeit in den Endspurt. Die zweite Staffel der Historienserie öffnet ein neues Kapitel in der Chronik der aus Spanien stammenden Dynastie, die in Italien zu Macht und Reichtum gelangte. Die Geschichte beginnt 1494, acht Monate nach dem Tod von Rodrigo Borgias ältestem Sohn. Im Mittelpunkt steht der kometenhafte Aufstieg seines jüngeren Bruders Cesare Borgia.

Internationaler TV-Event mit rot-weiß-rotem Cast

Gedreht wird auf Englisch, der Cast ist international: Neben dem US-Schauspieler John Doman ("Blue Valentine", "Company Men") als Rodrigo Borgia und Papst Alexander VI. sind erneut der Brite Mark Ryder, die Spanierin Assumpta Serna und die Italienerin Marta Gastini bis hin zu den deutschen Schauspielern Isolda Dychauk ("Tatort") und Andrea Sawatzki (auch am 5. Dezember in ORF 2 in "Meine Tochter, ihr Freund und ich") sowie erstmals Sebastian Urzendowsky ("Die Fälscher") zu sehen. Und auch drei Österreicher verstärken das Team vor der Kamera: Neben dem Wiener Manuel Rubey (jeweils dienstags um 21.05 Uhr in "Braunschlag" und voraussichtlich 2013 "Schnell ermittelt - Schuld", jeweils in ORF eins), der auch schon in der ersten Staffel Giovanni Sforza, Lucrezia Borgias ersten Ehemann, gab, spielen in weiteren Rollen u. a. die Niederösterreicherin Babsie Steger und der Oberösterreicher Carl Achleitner ("Bauernopfer", "Die lange Welle hinterm Kiel", "Vier Frauen und ein Todesfall").

John Doman: "Die Rolle meines Lebens"

"Ich habe mich schon in der ersten Staffel wie ein echter Borgia gefühlt. Es ist großartig, die Rolle meines Lebens. So ein komplexer, schwieriger Charakter mit emotionalen Problemen, Zielen - eine großartige Figur. Ich liebe seine Lebenslust, die Liebe zu seiner Familie. Aber es besteht natürlich auch kein Zweifel daran, dass er eine extreme Persönlichkeit ist. Der wahrscheinlich größte Unterschied zur ersten Staffel ist, dass Rodrigo durch eine sehr selbstzerstörerische Phase geht. Es ist eine schwierige Zeit für ihn." Die große Herausforderung an dieser Rolle: "Ich finde es einfacher, starke Charaktere, wie es Rodrigo auch ist, zu verkörpern. Aber in gewisser Weise ist er auch schwach, verletzbar. Das ist wahrscheinlich das Schwierigste für mich." Über die Dreharbeiten:
"Schon in der ersten Staffel gab es großartige Drehorte in Tschechien, aber hier ist es authentisch. Die Borgias sind schließlich auf genau diesen Straßen gegangen, haben in diesen Räumlichkeiten gelebt - das ist schon sehr inspirierend und aufregend."

Isolda Dychauk: "Alles explodiert"

Als Lucrezia Borgia, Rodrigos über alles geliebte Tochter, ist erneut die 19-jährige Isolda Dychauk zu sehen: "Seitdem ich bei dieser Produktion dabei bin, hat sich meine Beziehung zu den Borgias total verändert. Das klingt merkwürdig, aber ich habe irgendwie ein richtiges Familiengefühl. Ich habe das Gefühl, dass Lucrezia für mich mittlerweile eine Art Schwester geworden ist. Ich kenne sie einfach schon so gut und sehe sie nicht mehr nur als außenstehende Person an, sondern versuche zu erklären, wieso sie etwas gemacht hat und wie sie in einer bestimmten Situation agiert hat. Und das ist etwas ganz Großartiges. Mittlerweile ist Lucrezia eine andere Persönlichkeit geworden, sie hat sich weiterentwickelt, so wie auch ich erwachsener geworden bin. Sie ist eine unglaublich temperamentvolle, intelligente und wahnsinnig starke Frau. Sie bekommt immer mehr Macht, und in der zweiten Season beginnt sie, Politik zu machen, was für mich ein wahnsinnig großer Schritt war. Szenen, bei denen sie vor einem großen Publikum sprechen muss - das war schon eine Herausforderung für mich." Durchschnittlich eineinhalb Stunden muss Dychauk vor Beginn eines Drehtags für Maske und Kostüm einkalkulieren: "Die Kostüme sind wirklich wahnsinnig wichtig, um sich in diese Zeit zu versetzen. Letztes Jahr hatte ich noch Probleme mit dem Gewicht der Kostüme, aber dieses Jahr habe ich mich schon daran gewöhnt." Über die Dreharbeiten in Italien: "Alles explodiert. Die Bilder sind um so vieles reicher. Ich bin in das Original-Zimmer von Lucrezia gekommen, in dem das Original-Bett steht, und ich hatte überall Gänsehaut. Es war unglaublich, unfassbar. Ich habe gar nicht erwartet, dass mich das so tief berühren wird."

Tom Fontana: "Ich bin der Papst"

Tom Fontana, der die Produktion als "Showrunner" vom Anfang bis zum Ende begleitet, über seine Arbeit: "Im Grunde bin ich für alles zuständig und habe überall das letzte Sagen, vom Entstehen der Geschichten über die Zusammenarbeit mit Drehbuchautoren und Regisseuren, bis hin zum Casting, und ich bin auch so oft am Set, wie es nur geht. Ich bin verantwortlich für den letzten Schnitt jeder einzelnen Episode, für die Musik. Das einzige, was ich sicher nicht mache, ist das Mittagessen. Und ich bin hier jedermanns Chef, ich bin der Papst. Denn ich denke, wenn man eine Serie machen möchte, die ein Gesamtbild vermitteln soll, dann braucht man auch eine Person, die etwas über die Welt sagen will, in der wir leben, in diesem Fall ist es die Zeit der Renaissance. Und ich habe einen Überblick über die ganze Geschichte." Über den Cast: "Als wir begonnen haben zu drehen, waren die Jüngsten aus unserem Cast noch Babys. Sie hatten davor höchstens ein, zwei Jobs. Und jetzt werden sie immer besser und besser. Am Anfang haben sie mir Fragen gestellt. Jetzt bin ich es, der die Fragen stellt, weil sie schon viel mehr über die ihre Rollen wissen - und das ist das Schöne an einer Serie, wenn das Feuer in den Darstellern entfacht und sie sagen können: 'Ich kenne diesen Menschen.'"

Die Dreharbeiten zum zweiten Teil der mehrteiligen, internationalen Serie, die unter der Regie von Dearbhla Walsh, Christoph Schrewe ("Der Bibelcode", "Der Seewolf"), Metin Huseyin und Thomas Vincent und mit ORF-Beteiligung entstand, gehen seit März und noch voraussichtlich bis November 2012 in Tschechien und Italien, teilweise an Originalschauplätzen, über die Bühne. Zu sehen ist die zweite Staffel (6 x 100 bzw. 12 x 50 Minuten) voraussichtlich 2013 in ORF 2.

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"Borgia" ist eine Produktion von Atlantique Productions und EOS Entertainment GmbH in Zusammenarbeit mit Etic Films und Les Borgia SAS in Koproduktion mit ZDF, ORF und Canal+.

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