Walser fordert Unterricht für Flüchtlingskinder ab dem ersten Tag

Grüne zu Mikl-Leitner: Probleme in Traiskirchen wären vermeidbar

Wien (OTS) - "Bei etwas gutem Willen wären viele Probleme in Traiskirchen vermeidbar gewesen, wenn die Regierung meinen Antrag vom Jänner 2009 schon damals und nicht erst heute aufgegriffen hätte", zieht Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, eine gemischte Bilanz zur heutigen Ankündigung der Innenministerin im Rahmen der heutigen Sondersitzung des Nationalrates in Traiskirchen eine Schule für Kinder von AsylwerberInnen einrichten zu wollen.
"Um weitere Probleme zu vermeiden, muss ähnliches wie für Traiskirchen auch für das Erstaufnahmelager in Thalham gelten", verweist Walser auf ein weiteres Problem: "Ich hoffe auf eine rasche Umsetzung. Als Rechtsgrundlage für diese Schulen können die Heilstättenschulen dienen."

Ziel solcher Schulen in den Erstaufnahmelagern wäre es, Gepflogenheiten des Schulunterrichts in Österreich kennen zu lernen, erste Deutschkenntnisse zu erwerben und festzustellen, wann der letzte reguläre Schulbesuch auf welcher Schulstufe stattgefunden hat, welche Sprachen das Kind spricht und in welcher Schriftsprache es alphabetisiert wurde. "Viele Probleme der letzten Jahre wären gar nicht erst aufgetreten, wenn wir Flüchtlingskinder ab dem ersten Tag in Österreich beschulen würden." Vor allem jene Kinder, die viel Zeit in den Erstaufnahmelagern verbringen müssen, würden davon profitieren. "Damit wäre auch den aufnehmenden Pflichtschulen sehr geholfen, wenn die Kinder in die Bundesbetreuung wechseln", so Walser.

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