FPÖ-Mölzer: EU darf der Ukraine trotz fragwürdiger Wahl nicht die kalte Schulter zeigen

Die Ukraine leidet immer noch an den Folgen der jahrzehntelangen kommunistischen Diktatur - Brüssel muss aufpassen, dass sich Kiew nicht Rußland zuwendet

Wien (OTS) - Die Europäische Union dürfe der Ukraine nicht die kalte Schulter zeigen, sagte der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, zur anhaltenden Kritik an der am Sonntag stattgefundenen Parlamentswahl. "Bei der Parlamentswahl ist es zu Manipulationen gekommen, und dieser Urnengang entspricht sicher nicht europäischen Standards", betonte Mölzer, der auch Mitglied der Ukraine-Delegation des Europäischen Parlaments ist.

Allerdings müsse Brüssel trotz aller berechtigten Kritik berücksichtigen, dass sich die Ukraine in einer schwierigen Lage befinde. "Das Land, wo im Osten eine starke russische Minderheit lebt, ist immer noch auf der Suche nach seiner Identität. Außerdem leidet die Ukraine immer noch unter den Folgen einer mehr als 70 Jahre dauernden kommunistischen Diktatur, die sich nicht von heute auf morgen beseitigen lassen, und schließlich gab es auch in der demokratischen Entwicklung so mancher EU-Staaten immer wieder auch Rückschläge", erklärte Mölzer.

Deshalb forderte der freiheitliche Europaabgeordnete Brüssel auf, die Beziehungen zu Kiew nicht unnötig zu belasten. "Jetzt den Oberlehrer in Sachen Demokratie zu spielen oder gar die Sanktionskeule zu schwingen würde überhaupt nichts bringen, außer, dass sich die Ukraine von der EU ab- und Rußland zuwendet. Wenn die EU Kiew nicht in die Arme Moskaus treiben will, dann wird die mit der Ukraine Geduld haben müssen", schloss Mölzer.

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