ÖAMTC: Technische Neuerungen für Typisierungen ab 1. November 2012

Gangwechselanzeiger hilft Spritsparen, Reifendrucküberwachungssystem erhöht Sicherheit

Wien (OTS) - Ab 1. November 2012 neu typisierte Pkw müssen serienmäßig einige Neuerungen eingebaut haben. Neue Pkw-Typen mit einer Bezugsmasse von bis zu 2.610 kg, die mit einem Handschaltgetriebe ausgerüstet sind, müssen mit einem Gangwechselanzeiger ausgerüstet sein. "So soll verhindert werden, dass mit unnötig hohen Drehzahlen gefahren wird. Das hilft, Kraftstoff zu sparen", erklärt ÖAMTC-Experte Friedrich Eppel.

Außerdem müssen neue Pkw-Typen künftig auch über ein Reifendruckkontrollsystem verfügen. Dieses erfasst den Reifendruck bzw. seine Veränderung. Ist der Reifendruck zu niedrig, erfolgt eine Information an den Fahrer. "Viele Autos sind mit falschem, meist zu niedrigem, Luftdruck unterwegs sind. Die Luft im Reifen muss aber die Last des ganzen Fahrzeugs tragen. Ein zu niedriger Luftdruck stellt im Fahrbetrieb demnach ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Das wurde auch in einem ÖAMTC-Spezialreifentest nachgewiesen", berichtet der Clubexperte. Zu niedriger Luftdruck kann dem Reifen außerdem enormen Schaden zufügen und steigert daher die Wahrscheinlichkeit eines Reifenplatzers. Außerdem erhöht zu niedriger Reifendruck den Rollwiderstand und damit den Kraftstoffverbrauch. "Ein automatisches Kontrollsystem ist ein wichtiger Beitrag, um der Problematik von zu niedrigem Reifendruck entgegenzuwirken", sagt Eppel. Gleichzeitig appelliert der ÖAMTC-Experte an die Fahrzeugindustrie auf kostengünstige Lösungen zu setzen: "Dem Konsumenten dürfen durch das neue System keine unnötig hohen Mehrkosten entstehen. Wenn möglich sollte die bereits im Fahrzeug für andere Systeme eingebaute Sensorik genutzt werden."

Änderungen auch für neue Reifenmodelle und Lkw-Typen samt Anhänger

Auch für ab 1. November 2012 neu typisierte Reifenmodelle gibt es Änderungen. Für Rollwiderstand und Geräusche gelten verschärfte Grenzwerte, für die Nasshaftung wurden die Grenzwerte der ECE-Regelung in die EU-Verordnung übernommen.

Neue Lkw-Typen und deren Anhänger müssen künftig mit einem verstärkten Unterfahrschutz versehen werden. Für Busse gibt es ebenfalls eine Neuerung: Das Material im Innenraum von Bussen darf möglichst nicht entflammbar sein.

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