"profil": Wirbel um Sporthilfe-Chefposten

Verzögerung bei Bestellung des neuen Sporthilfe-Geschäftsführers - Widerstand gegen Darabos-Wunschkandidatin Anja Richter

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin "profil" berichtet in seiner Montag erscheinenden Ausgabe über heftige Auseinandersetzungen bei der Bestellung des neuen Geschäftsführers der Österreichischen Sporthilfe. Der Vertrag des langjährigen Chefs Anton Schutti läuft per Jahresende aus. Die Bestellung seines Nachfolgers hätte bereits im Oktober erfolgen sollen, wird sich aber nun bis Dezember verzögern. Ursache ist massiver Widerstand gegen die von Sportminister Norbert Darabos forcierte ehemalige Wasserspringerin Anja Richter. Die frühere Vize-Europameisterin ist seit Anfang 2009 als Referentin für Spitzensport in Darabos' Kabinett tätig. Bei den Wiener Gemeinderatswahlen 2010 kandidierte sie für die SPÖ. Laut "profil" steht Richter auf der Bewerber-Shortlist des beigezogenen Personalberatungsunternehmens Deloitte.

Darabos-Sprecher Stefan Hirsch weist den Vorwurf parteipolitischer Einflussnahme gegenüber "profil" zurück: "Die Personalberatungsfirma wird eine Entscheidungsgrundlage erstellen, auf deren Basis das Präsidium der Sporthilfe noch heuer eine neue Geschäftsführung bestimmen wird."

Die Österreichische Sporthilfe fördert als gemeinnütziger Verein rund 530 Athleten - vom Nachwuchs- bis zum Weltklassesportler. Ordentliche Mitglieder sind Sportministerium, Wirtschaftskammer, Olympisches Comité und Bundessportorganisation. Präsident der Sporthilfe ist das jeweils für Sport zuständige Regierungsmitglied. Das Gesamtbudget der Sporthilfe beträgt zwei Millionen Euro und wird durch private Sponsoren und Mitgliedsbeiträge aufgebracht.

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