"profil": Friedhöfe Wien GmbH löst hunderte auf Dauer bezahlte Gräber auf

Neu belegte Grabstätten im jüdischen Teil des Döblinger Friedhofs tragen auch persische Namen

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, sind in Wien derzeit 500 Gräber mit einer roten Markierung versehen: dem Zeichen für Auflösung und Weitervergabe. Auffallend an dem bisher öffentlich nicht diskutierten Vorgehen: es betrifft so genannte Friedhofsdauergräber, sie wurden einmal ausdrücklich für die Bestandsdauer des jeweiligen Friedhofs bezahlt.

Selbst in den Nobelbezirken Hietzing und Gersthof sind Dutzende Dauergräber zur Auflösung markiert. In der Israelitischen Abteilung des Döblinger Friedhofs, auf dem Theodor Herzl bestattet war, finden sich inmitten jüdischer Gräber immer mehr neu belegte, auch solche mit persischen Namen.

Die Friedhöfe Wien GmbH, von der Rathausverwaltung ausgelagert und jetzt ein Unternehmen der Wiener Stadtwerke, begründet die Auflösung von Dauergräbern mit "seit Jahren baulich und/oder gärtnerisch instandsetzungsbedürftigem Zustand". Bleiben Aufforderungen zur Abhilfe unbeantwortet erlischt das Benützungsrecht. profil dokumentiert nun ein völlig intaktes Jugendstilgrabmal am Urnenhain das ebenfalls aufgelöst werden sollte. Es konnte durch das Einschreiten der Plattform "Jüdisches Erbe" in letzter Minute gerettet wwerden.

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