Es kommt auf den Standort an!

Ohne entsprechende Rahmenbedingungen kann Smart Specialisation in den Regionen nicht für Innovation genutzt werden.

Wien (OTS) - "Smarte Regionen in der Wissensgesellschaft: Kommt es noch auf den Standort an?" war gestern die Frage, die im Rahmen eines Club Research im "Haus der Musik" diskutiert wurde.

Nach einer einführenden Key Note von Claus Schultze (Europäische Kommission) konnten die PodiumsteilnehmerInnen diese Frage sehr schnell mit einem klaren "Ja" beantworten. Wesentlich differenzierter waren dann aber die Meinungen zu den notwendigen Rahmenbedingungen, die zur optimalen Nutzung von Regionalförderungen aus EFRE-Mitteln erforderlich sind.

Armin Mahr (BM für Wissenschaft und Forschung) nannte einen Paradigmenwechsel in der Regionalpolitik, bei dem die Einbindung von Leitunternehmen und wissenschaftlichen Leitinstitutionen bei der Profilbildung einer Region stattfindet. Während Hans Schönegger vom KWF (Kärntner Wirtschaftsförderungsfond) die Verteilung der Mittel gezielt in wenige große, dafür aber in der Region umso wirksamere Projekte bevorzugt, sieht die Vizerektorin der Montanuniversität, Martha Mühlburger, die dringende Notwendigkeit, das Image historisch strukturschwacher Regionen aufzubessern, um für qualifiziertes Personal und Unternehmen attraktiv zu werden.

Angesprochen auf die derzeit häufig geäußerte Kritik an den Projektprüfungen im Rahmen der EFRE-Mittel-Vergabe entgegnete Georg Schadt vom Bundeskanzleramt, dass die Ursache der bestehenden Situation in dem Zielkonflikt zu suchen ist, der aufgrund der Vorgaben der EU beim Nachweis der Verwendung öffentlicher Gelder vorliegt. Walter Schneider (Forschungsrat) wies in diesem Zusammenhang auf Defizite beim Beratungsangebot zur optimalen Nutzung von EFRE-Mitteln und eine kürzlich zu diesem Thema veröffentlichte Ratsempfehlung hin.

Zum Abschluss wurde der Regionenbegriff hinterfragt, wobei sich die Diskussionsrunde insoweit einig war, als dass eine Region mehr als nur eine politische Verwaltungseinheit ist, und dass hier mehr Flexibilität in der Abgrenzung von Regionen erforderlich ist.
Eine Fotogalerie der Veranstaltung steht unter
http://www.apa-fotoservice.at/galerie/3545/ zum Download zur
Verfügung.

Der Club Research, organisiert von Jost-Consult in Kooperation mit dem Rat für Forschung und Technologieentwicklung und dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, konnte folgende TeilnehmerInnen (in alphabetischer Reihenfolge) auf dem Podium begrüßen:

  • Armin Mahr (BMWF)
  • Martha Mühlburger (Montanuniversität Leoben)
  • Georg Schadt (BKA)
  • Walter Schneider (RFTE)
  • Hans Schönegger (KWF)
  • Claus Schultze (Europäische Kommission)

Rückfragen & Kontakt:

DI Dr. Ludovit Garzik - Geschäftsführer der Geschäftsstelle des Rates für Forschung und Technologieentwicklung
Tel.: +43 (0)1 7131414
E-Mail: l.garzik@rat-fte.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0008