EZB-Direktorium - Wurm: Gleichstellung muss auch in Bank- und Finanzwelt umgesetzt werden

Ablehnung Merschs richtiges Signal der EU-Abgeordneten

Wien (OTS/SK) - "Als richtiges Signal, dass Gleichstellung auch in der männlich dominierten Finanzwirtschaft und in den EU-Gremien umgesetzt werden muss", wertet SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin Gisela Wurm die Ablehnung des Luxemburgers Yves Mersch für den Posten im EZB-Direktorium durch das EU-Parlament. Es gehe nicht um die Qualifikation von Mersch, aber es könne nicht toleriert werden, dass das EZB-Direktorium ausschließlich mit Männern besetzt wird. ****

"Mehrere internationale Studien beweisen, dass gemischte Führungsteams wesentlich erfolgreicher agieren. Die männlich beherrschte Bank- und Finanzwelt hat sich in der Krise ja nicht gerade ausgezeichnet. Umso unverständlicher, dass keine Kandidatin für den Posten nominiert wurde", so Wurm. Die EU mahne zu Recht mehr Frauen in Führungspositionen in der Wirtschaft ein, aber dann muss sie das auch in ihren eigenen Gremien umsetzen. "Es wäre ein fatales politisches Signal, wenn sich der EU-Ministerrat, der über die Berufung Merschs entscheidet, über den Willen der EU-Abgeordneten hinwegsetzen würde", so Wurm. (Schluss) up/sl

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