"Aufbau des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI) geht in die nächste Phase"

Forschungsfellows und Forschungsleitung nehmen wissenschaftliche Tätigkeit auf

Wien (OTS) - Seit 1. Oktober 2012 forschen zwei Senior Fellows, zwei Research Fellows und vier Junior Fellows am Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI). Das noch in der Gründungsphase des Instituts konzipierte Fellowship-Programm verfolgt das Ziel, die besten und interessantesten Forscherinnen und Forscher unterschiedlichen Alters und diverser wissenschaftlicher Disziplinen aus dem In- und Ausland nach Wien zu holen, und sie zwischen acht und zwölf Monaten in die Struktur des VWI bzw. die österreichische akademische Forschungsgemeinschaft einzubinden, ohne deren universitäre oder sonstige Karriere zu unterbrechen. Über die Vergabe der Fellowships entschied im Mai 2012 eine Subkommission des Internationalen Wissenschaftlichen Beirats des VWI.

Die Forscherinnen und Forscher kommen aus Belgien, Deutschland, Großbritannien, Österreich, Polen, Rumänien und Ungarn. Ihre Forschungsfelder im Bereich der Holocaust-Historiographie, der Migrationsforschung, zu Fragen der Erinnerung an den Roma-Holocaust, zur Geschichte des 'Zigeunerlagers Lackenbach' oder der deutsch- und polnisch-jüdischen Gemeinschaft in Breslau/Wroclaw bzw. der Entwicklung des rumänischen Antisemitismus spiegeln das breite Spektrum der wissenschaftlichen Tätigkeit des Instituts wider.

Als Forschungskoordinatorin fungiert seit 15. Oktober 2012 Frau Univ.-Doz. Dr. habil. Éva Kovács, die von einem Gremium bestehend aus VWI-Beirat, VWI-Vorstand und Geschäftsführung Anfang Oktober aus zahlreichen Bewerberinnen und Bewerbern ausgewählt wurde.

Éva Kovács, seit 2006 Studienleiterin am Institut für Soziologie an der Ungarische Akademie der Wissenschaften und Dozentin der Budapester ELTE-Universität, ist eine renommierte Forscherin im Bereich der Geschichte des Holocaust in Osteuropa. Sie ist eine fundierte Fachfrau der Gedächtnis- und Erinnerungsforschung, hat mehrere Arbeiten zur jüdischen Identität in Ungarn und der Slowakei vorgelegt und ist Mitbegründerin des audiovisuellen Archivs "Voices of the Twentieth Century". Éva Kovács war von 2010 bis September 2012 Mitglied des Internationalen Wissenschaftlichen Beirats des VWI. Sie wird am VWI nicht nur die wissenschaftliche Betreuung des Instituts übernehmen, sondern auch das Forschungs- und Veranstaltungsprogramm des Instituts gemeinsam mit der VWI-Leitung und dem Wissenschaftlichen Beirat weiterentwickeln.

Der bisherige Sprecher des Internationalen Wissenschaftlichen Beirats des Instituts, Prof. Dr. Peter Longerich vom Royal Holloway der University of London ist bedauerlicherweise aus dem Beratungsgremium ausgeschieden. In seiner Sitzung vom 19. Oktober 2012 hat der Beirat Univ.-Prof. Dr. Dieter Pohl von der Universität Klagenfurt zu seinem Nachfolger bestellt. Das VWI dankt Prof. Longerich für seine Beiratstätigkeit.

Weitere Informationen: www.vwi.ac.at

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