Leitner: Niederösterreich hat Verbesserungen für die NÖ PendlerInnen jahrelang verabsäumt

Ausweitung der Wiener Parkpickerlregelung seit Jahren bekannt

St. Pölten, (OTS/SPI) - "Jetzt alle anderen schuldig werden lassen nur um von sich selbst abzulenken, ist ein leicht durchschaubares Spiel, das aber keiner einzigen Pendlerin und keinem einzigen Pendler hilft. Niederösterreich hat die notwendigen Unterstützungen für die PendlerInnen, ob es jetzt zusätzliche Park&Ride-Anlagen im Wiener Umland, den Ausbau des öffentlichen Verkehrs oder die Verbesserung der NÖ Pendlerhilfe betrifft, jahrelang verabsäumt. Die Ausweitung der Wiener Parkpickerlregelung war seit Jahren bekannt - sie wurde eben in Niederösterreich negiert und Verhandlungen über Verbesserungen für die niederösterreichischen PendlerInnen 'tunlichst vermieden'", übt Niederösterreichs SPÖ-Vorsitzender LHStv. Dr. Sepp Leitner scharfe Kritik an der verantwortlichen ÖVP-Niederösterreich. Leitner richtet auch eine klare Botschaft an die Bundeshauptstadt Wien: "Ich erwarte mir auch von Wien, wo die Auswirkungen der Ausweitung der Parkpickerlregelung völlig unterschätzt wurden, eine engagierte Mitarbeit an kooperativen Lösungen im Interesse der PendlerInnen."

"Jahrzehntelang den niederösterreichischen Verkehrsreferenten stellen und jetzt auf alle andere hinhauen, ist wohl kaum eine konstruktive Lösung der Parkpickerlproblematik", so Leitner in Richtung VPNÖ. Leitner: "Dabei wären die Lösungen einfach und könnten schon seit Jahren umgesetzt werden. Das Wiener Umland braucht ein attraktives und bestens ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz um sich weiterhin erfolgreich entwickeln zu können und eine attraktive Wohn- und Wirtschaftsregion zu bleiben. Das wurde verabsäumt. Seit vielen Jahren wird über eine Verlängerung der Wiener U-Bahn- und Straßenbahnlinien über die Stadtgrenze von Wien bis nach Niederösterreich diskutiert, ebenso über Verbesserungen im Schnellbahnnetz. Die derzeitige Verkehrssituation verlangt sowohl kurzfristige als auch mittelfristige Lösungen, um den PendlerInnen eine dauerhafte Entlastung anbieten zu können."

Wien und das Wiener Umland wachsen zusammen. Die Prognoseergebnisse zeigen in den kommenden Jahrzehnten einen Anstieg der EinwohnerInnen-Zahl in der Region Wiener Umland um rund ein Viertel (plus 146.000 Personen). Damit hätten im Jahr 2035 bereits 735.000 Personen ihren Wohnsitz im Wiener Umland. Die NÖ Verkehrspolitik muss auch Knotenpunkte, sogenannte "Pendlergates", in Niederösterreich, vor allem entlang von Bahnstrecken, schaffen und kombinierte PendlerInnenangebote von diesen Knotenpunkten entwickeln. Genau dort bedarf es auch zusätzlicher Park&Ride-Anlagen. "Daher ist das Land NÖ aufgefordert, Geld in die Hand zu nehmen, um den Ausbau des öffentlichen Verkehrs voranzutreiben, aber auch die NÖ Pendlerhilfe endlich bedarfsgerecht zu gestalten - nämlich als individuelle Förderung für jede Pendlerin und jeden Pendler und nicht als 'Familienförderung', wodurch dann tausende Pendlerinnen und Pendler nicht anspruchsberechtigt sind", so Leitner.
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