ÖAMTC rät: Bei Schnee, Matsch oder Glatteis nur mit Winterreifen losfahren

Bremsweg auf Schneefahrbahn ist mit Sommerreifen wesentlich länger

Wien (OTS) - Fürs Wochenende ist der erste Schnee auch im Flachland prognostiziert. "Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte daher auf die entsprechende Ausrüstung achten. Denn auch wenn die gesetzliche Winterausrüstungspflicht erst am 1. November startet und keine Verwaltungsstrafe droht, muss ein Fahrzeug, das im öffentlichen Straßenverkehr unterwegs ist, immer im geeigneten bzw. passenden Zustand sein. Mit Sommerreifen auf Schneefahrbahn oder Glatteis ist es das ganz sicher nicht", stellt ÖAMTC-Chefjurist Martin Hoffer klar. Außerdem kann die Exekutive jederzeit die Winterausrüstungspflicht bzw. Schneekettenpflicht für bestimmte Strecken verhängen. Dann muss jedenfalls das Auto winterfit sein.

Doch schon aus Sicherheitsgründen ist es empfehlenswert, bei winterlichen Fahrbedingungen und Temperaturen nur mit der entsprechenden Bereifung loszufahren. "Schon bei sehr kaltem Wetter -auch ohne Schnee und Eis - ist man mit Winterreifen sicherer unterwegs als mit Sommerreifen. Sommerreifen sind für niedrige Temperaturen zu hart. Dadurch wird der Bremsweg auf nasser und glatter Fahrbahn länger und die Seitenführung in Kurven schlechter", warnt der ÖAMTC-Experte. Wie ein ÖAMTC-Test gezeigt hat, ist der Bremsweg von Sommerreifen auf Schneefahrbahn mehr als 50 Prozent länger als mit Winterreifen. Während ein Auto mit Winterreifen bei einer Bremsung aus 50 km/h vor einem Hindernis zum Stehen kommt, würde ein Auto mit Sommerreifen noch mit 30 km/h in das Hindernis krachen.

Passiert ein Unfall mit Sommerreifen auf Winterfahrbahn, muss man - neben den unangenehmen Unfallfolgen - mit weiteren Unannehmlichkeiten rechnen. Für die Schadenszufügung im Falle eines Unfalls haftet der Unfallverursacher auf jeden Fall. Die eigene Haftpflichtversicherung muss aber nach einem Unfall den Schaden am gegnerischen Auto zahlen - egal, ob der Unfall mit oder ohne Winterreifen passiert ist. "Auch die Kaskoversicherung kann sich nur dann der Zahlungspflicht entziehen, wenn mehrere erschwerende Faktoren zusammenkommen: Das wäre zum Beispiel dann der Fall, wenn jemand während der Fahrt mit dem Handy telefoniert und viel zu schnell mit Sommerreifen auf einer Winterfahrbahn unterwegs ist. Dann fordert man einen Unfall ja geradezu heraus", erklärt der ÖAMTC-Jurist.

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