Zum 25-Jahr-Jubiläum: "Universum" erstmals in eigener Hörfilmfassung

"Afrikas wilde Bienen" am 23. Oktober um 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Mit der Dokumentation "Afrikas wilde Bienen - Die wahren Herrscher der Savanne" folgt am Dienstag, dem 23. Oktober 2012, um 20.15 Uhr in ORF 2 ein weiteres "Universum"-Highlight zum 25-Jahr-Jubliäum der erfolgreichen ORF-Naturfilmreihe. Diese "Universum"-Folge wird umfassend barrierefrei wie gewohnt mit Untertiteln im ORF TELETEXT auf Seite 777 und erstmals auch in einer Hörfilmfassung für das blinde und sehbehinderte Publikum auf der zweiten Tonspur ausgestrahlt.
Höhepunkt des "Universum"-Jubiläums ist am 25. Oktober um 20.15 Uhr in ORF 2 die 100-minütige Dokumentation "Wildnisse im Herzen Europas" von Barbara Fally-Puskás, für die Helmut Pechlaner mit seinem Enkel Österreichs Nationalparks besucht hat. Im Anschluss folgt ab 22.30 Uhr die "Lange Universum Nacht" mit insgesamt acht Naturfilmklassikern. Seit 5. Oktober ist darüber hinaus die DVD-Edition "25 Jahre Universum" im Handel erhältlich.

"Universum" erstmals in eigener Hörfilmfassung im ORF

Sissy Mayerhoffer, Leiterin des Humanitarian Broadcasting und damit auch für den Ausbau der Barrierefreiheit in den ORF-Programmen verantwortlich: "Wir nehmen '25 Jahre Universum' zum Anlass, um mit einer unglaublich bildgewaltigen Folge auch das Genre Dokumentation der Audiodeskription zu erschließen. Das Spiel der Jahreszeiten in der Savanne und das bisher kaum so intensiv gefilmte Treiben im Inneren eines Bienenstocks stellte die Macher der Hörfilmfassung vor eine besondere Herausforderung."

Der Ausbau der Audiodeskription im ORF setzt damit nicht nur auf Quantität, sondern weiter auf Qualität: Bei Sport-Großveranstaltungen, TV-Events wie Papstmessen, Königshochzeiten, Erfolgsserien wie "Dancings Stars" oder "Braunschlag" und nun erstmals einer "Universum"-Folge erschließt der ORF mit seinen Audiofassungen auch dem sehbeeinträchtigten Publikum österreichische TV-Formate.

"Afrikas wilde Bienen - Die wahren Herrscher der Savanne"

Schauplatz Kenia: Ein Kampf David gegen Goliath. Eine winzige Königin und ihr Heer im Widerstreit mit Feinden, die millionenfach größer sind als sie selbst: Die "Universum"-Dokumentation "Afrikas wilde Bienen - Die wahren Herrscher der Savanne" von Verity White (deutsche Bearbeitung: Sepp Glanz) zeigt den Überlebenskampf der afrikanischen Honigbiene, deren Gegner kaum übermächtiger sein könnten: einerseits Elefanten, die größten Landsäugetiere der Welt, andererseits die Turkana, ein kenianischer Nomadenstamm, der es auf das Gold der Savanne, den Honig, abgesehen hat. Afrikanische Bienen sind eine deutlich aggressivere Unterart unserer Honigbiene. Sie reagieren sensibel auf kleinste Störungen des Bienenstocks, Angreifer verfolgen sie manchmal über eine Strecke von einem Kilometer.

Der größte Feind ist aber das Klima in Kenia. Die Bienenkönigin ist ein evolutionäres Meisterstück, jedes Jahr führt sie ihr Volk aus den extrem trockenen Savannen in die kühlen Wälder am Mount Kenia - ein Ziel, das auch die afrikanischen Elefanten ansteuern. Auch die Elefantenherden sind matriarchalisch geordnet, fliehen vor Dürre und Trockenheit - das älteste Weibchen weist den Weg. Doch das moderne Kenia mit Städten und Straßen erlaubt es den Elefanten nicht mehr, den unmittelbaren Weg zu nehmen, jenen Weg, den sie schon seit Generationen kennen.

Die BBC-Produktion zeigt in faszinierenden Bildern, wie sich die Wege von Elefanten und Bienen auf der Flucht in die rettenden Wälder kreuzen. Wie die Turkana den Bienen den Honig mit Einsatz von Feuer abjagen. Andererseits nutzen kenianische Bauern in einer beispiellosen Symbiose von Tier und Mensch die aggressiven Eigenschaften der Bienen, um ihre Felder gegen plündernde Elefantenherden zu schützen. Spektakuläre Aufnahmen der flugakrobatischen Einlagen des Erzfeindes der Bienen, des Bienenfressers, wechseln mit Einblicken in das soziale Gefüge des Bienenvolks in ihrem Stock.

Schon der Kampf der Königinnen um die Regentschaft macht klar: Wer hier siegt, regiert mit einem Ziel: zu überleben, zu brüten und die Existenz des Volkes zu sichern. Um das zu erreichen, benötigt die Königin jede Menge Honig. Zum Schutz des Goldes der Savanne befehligt sie eine königliche Armee aus furchtlosen Wächtern und selbstlosen Arbeiterbienen, die bei Bedrohung eine Aggressivität an den Tag legen, die von europäischen Bienenarten unbekannt ist. Die Dokumentation zeigt auf eindrucksvolle Weise: Die afrikanischen Bienen sind die wahren Herrscher der Savanne.

Nähere Informationen zu den Oktober-Highlights im Rahmen von 25 Jahre "Universum" sind unter http://presse.ORF.at abrufbar.

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