Jank zu Mariahilfer Straße: Bedürfnisse der Wirtschaft nicht berücksichtigt

Anliegen der Betriebe sind ernstzunehmen - Charakter als Geschäftsstraße, Flaniermeile und Wohngebiet erhalten.

Wien (OTS) - 19.10.2012 - Im Jänner 2011 haben WK-Wien Präsidentin Brigitte Jank und Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou zu einem Runden Tisch eingeladen. Nach langen und konstruktiven Verhandlungen hat es ein Ergebnis gegeben, dem alle Seiten zugestimmt haben. Wichtiger Teil der Einigung war die Beibehaltung der Straßenführung ausschließlich für den Busverkehr, Radfahrer und Lieferanten. Nunmehr wurde heute ein davon völlig abweichendes Modell präsentiert, das weder auf die Bedürfnisse der 2500 Unternehmer der Mariahilfer Straße und in den Seitengassen noch auf die Bedürfnisse des Wirtschaftsverkehrs ganz allgemein aber auch nicht auf die Lebensqualität der Anrainer in und um die Mariahilfer Straße Rücksicht nimmt.

Den Verantwortlichen müsste klar sein, dass jede Veränderung unmittelbare Auswirkungen auf die umliegenden Gassen und Straßen und die dortigen gewachsenen betrieblichen Strukturen hat. Vor allem beim Lieferverkehr sieht die WK Wien Verschlechterungen gegenüber dem gemeinsam erarbeiteten Vorschlag aus dem Frühjahr. Konkret kritisiert Jank, dass Zustellungen und Abholungen nur mehr zeitlich stark eingeschränkt möglich sind, während laut einer Studie mehr als die Hälfte der Lieferungen auf der Mariahilfer Straße erst nach 10.30 Uhr erfolgt. Darüber hinaus wird der Lieferverkehr erhebliche Mehrbelastungen in den angrenzenden Straßenzügen verursachen und den ohnehin knappen Parkraum weiter belasten, was die Absiedlung von Betrieben befürchten lässt. "Das muss den Verantwortlichen bewusst sein, wenn das vorliegende Konzept umgesetzt wird", so Jank.

Deshalb fordert Jank die Beibehaltung des mit allen Seiten akkordierten Projektes. Jank: "Eine Modernisierung und Verkehrsberuhigung, die den Charakter der Geschäftsstraße berücksichtigt, ist außerdem wesentlich effizienter und kostengünstiger als eine teure, stadtplanerisch fragwürdige Komplettumgestaltung." Denn: "Die Mariahilfer Straße ist zu schade für grüne Prestigeprojekte", warnt Jank.

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