SWV-Wien-Präsident Fritz Strobl kritisiert Interpretation der SVA-Befragung

SVA-Urbefragung ist Hohn gegenüber Eine-Person-Unternehmen

Wien (OTS) - Fritz Strobl, Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Wien, kritisiert die heute präsentierten Ergebnisse zur SVA-Urbefragung und stellt klar: "Die Interpretation der Befragung seitens der SVA ist eine glatte Verhöhnung unserer Eine-Person-Unternehmen."

Heftige Kritik übt Strobl vor allem an der Vorgangsweise der Befragung und der gestellten Fragen. "Die Fragen, die den Unternehmerinnen und Unternehmern gestellt wurden, sind einseitig, unverständlich und teilweise dermaßen verschleiert, dass man den Eindruck bekommt, die SVA versuche mit allen Mitteln ein für sie positives Ergebnis zu erzwingen", zeigt sich SWV-Wien-Präsident Strobl entsetzt. Die Verknüpfung der beiden Fragen "Sind Sie für die Abschaffung des Selbstbehaltes und damit für eine Erhöhung der Beiträge?", ist eine "klare Suggestivfrage, die zu einem bewusst verfälschten Ergebnis führt", erklärt Fritz Strobl. "Man hätte genauso fragen können, ob Unternehmerinnen und Unternehmer für die Abschaffung des Selbstbehaltes und damit für ihre persönliche Ersparnis sind - ich bin mir sicher, dass in diesem Fall 100% der Befragten für die Abschaffung des 20%-SVA Selbstbehaltes gestimmt hätten. Die SVA Urbefragung ist schlicht und ergreifend unseriös und eine Verfälschung der Tatsachen", stellt der SWV-Wien-Präsident fest.

Der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband Wien kämpft seit Langem für die Abschaffung des 20%-SVA Selbstbehaltes und das Krankengeld für Selbstständige.
Laut Strobl bestehen noch immer, vor allem gegenüber Eine-Person-Unternehmen, Vorurteile und falsche Legenden: Tatsächlich ist die soziale Lage vieler Unternehmerinnen und Unternehmer traurig. Viele leben am oder unter dem Existenzminimum. "Besonders Eine-Person-Unternehmen, die durch Krankheit längere Zeit arbeitsunfähig sind und dadurch keine Aufträge annehmen oder erledigen können, brauchen ein soziales Auffangnetz", erklärt Strobl.

SWV Wien fordert Krankengeld für EPU ab dem ersten Tag und Abschaffung des 20%-Selbstbehaltes

Den Unterschied zwischen ÖVP-Wirtschaftsbund und Sozialdemokratischem Wirtschaftsverband erkennt man nicht nur am Beispiel des Selbstbehaltes sondern auch am Krankengeld. Der SWV setzt sich dafür ein, dass jene Selbstständigen, die es besonders brauchen - vor allem Eine-Person-Unternehmen - eine soziale Absicherung bekommen: Eine-Person-Unternehmen brauchen das Krankengeld ab dem ersten Tag der Arbeitsunfähig. Sonst müssen sie ihren Betrieb schließen.

Der ÖVP-Wirtschaftsbund feiert hingegen ein Verhandlungsergebnis, in dem es erst ab dem 43. Tag Krankengeld für Eine-Person-Unternehmen gibt. Der Wirtschaftsbund vertritt hier offensichtlich andere Interessen, als die der 240.000 Eine-Person-Unternehmen in Österreich.
"Darüber hinaus werden Selbstständige bei jedem Arztbesuch mit einem 20%-SVA Selbstbehalt bestraft. Ein Eine-Person-Unternehmen ist somit gezwungen, sich genau zu überlegen, ob der Arztbesuch überhaupt leistbar ist", kommentiert Fritz Strobl, der von einer "Diskriminierung der Selbstständigen" spricht.

"Seit Jahren kämpfe ich für das Krankengeld für Selbstständige und für die Abschaffung des 20%-Selbstbehaltes. Und das wird auch weiterhin so bleiben", stellt Strobl abschließend klar.

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