Metaller mit deutlichem Signal: Betriebsversammlungen in über 300 Unternehmen

Massiver Druck auf BetriebsrätInnen wegen Info-Versammlungen, 4. FMMI-Runde am 18. 10. Massiver Druck auf BetriebsrätInnen wegen Info-Versammlungen, 4. FMMI-Runde am 18. 10.

Wien (OTS/ÖGB) - Die Fronten bei den Kollektivvertragsgesprächen mit dem größten Metaller-Fachverband, der Maschinen- und Metallwarenindustrie (FMMI) sind vor der 4. Verhandlungsrunde am 18. Oktober weiter verhärtet. Der FMMI hatte nach drei Runden 2,26 Prozent mehr Lohn- und Gehalt angeboten. Dies liegt weit unter der der durchschnittlichen Inflationsrate der letzten 12 Monate. Am 16. und 17. Oktober fanden daher flächendeckend in den FMMI-Betrieben Betriebsversammlungen statt.++++
"In mehr als 300 Unternehmen fanden Betriebsversammlungen statt. Dies ist ein deutliches Signal an die Arbeitgeber. Die Beschäftigten fordern sozialpartnerschaftliche Verhandlungen und einen fairen Anteil am erwirtschafteten Erfolg", sagen die beiden Verhandlungsleiter der Gewerkschaften, Rainer Wimmer (PRO-GE) und Karl Proyer (GPA-djp). Die Gewerkschaften fordern weiterhin 5 Prozent mehr Lohn und Gehalt.

Sollten die Arbeitgeber in der kommenden Verhandlungen weiterhin ihre starre Position beibehalten, sehen sich BetriebsrätInnen und Gewerkschaften gezwungen, den Druck weiter zu erhöhen. "Wir stehen immer für sozialpartnerschaftliche Verhandlungen zur Verfügung, wir scheuen aber auch nicht den Konflikt und einschüchtern lassen sich BetriebsrätInnen und Gewerkschaften schon gar nicht", betonen Wimmer und Proyer.

Es mehren sich Berichte, dass Arbeitgeber mit allen Mitteln versuchen, Belegschaften und ihre BetriebsrätInnen unter Druck zu setzen. Das reicht von Drohungen, BetriebsrätInnen auf schlechtere Arbeitsplätze zu verweisen, bis hin zu Ankündigungen, die geplanten Betriebsversammlungen erst gar nicht durchführen zu lassen. Während dessen betont der FMMI stets seine konstruktiven Verhandlungsabsichten, offenbar fehle aber die sozialpartnerschaftliche Grundhaltung, resümiert man in den Gewerkschaften. "Mit diesen skandalösen Einschüchterungsversuchen muss Schluss sein. Demokratische Rechte dürfen auch in Zukunft nicht am Firmentor enden, auch wenn manche Arbeitgeber das scheinbar gerne hätten", sagen Wimmer und Proyer.

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