Junge Grüne: "Wir wollen Armut zu Geschichte machen"

Anlässlich des Tages für Beendigung von Armut starteten die Jungen Grünen Aktion mit Schwerpunkt zu Geschlechtergerechtigkeit

Wien (OTS) - Im Wiener Museumsquartier und an der Universität Graz wurden vegane Kekse mit der Aufschrift "10%" verteilt, die auf den großen Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männern aufmerksam machen sollen. "Frauen haben nur an 10 Prozent des globalen Welteinkommens Anteil. Die Eigentumsverhältnisse sind noch dramatischer", informiert Flora Petrik von den Jungen Grünen.

Armut basiert auf der Ungleichverteilung von Vermögen und Einkommen. In diesem Zusammenhang sind Frauen daher weitaus mehr von Armut betroffen und stärker armutsgefährdet. "Armut ist nicht selbst gewählt. Sie entwürdigt den Menschen. Wir wollen Armut zu Geschichte machen!" so Petrik kämpferisch.

"Anstatt Armut zu bekämpfen, werden die Armen bekämpft, das beschreibt wohl die aktuelle Politik am besten. Am Beispiel des Bettelverbots in Graz kann das festgemacht werden", führt Cengiz Kulac, Bundesprecher der Jungen Grünen, aus. "Menschen werden durch diese rigide Verbotspolitik ausgrenzt und ihre Armut durch Verdrängung aus dem öffentlichen Raum unsichtbar gemacht. Letzteres zeigt sich auch in der Frage von Geschlechterverhältnissen in ähnlicher Weise. Frauen werden in der Öffentlichkeit weniger wahrgenommen. Das hat mit Rollenzuschreibungen zu tun, die noch immer in der Gesellschaft vorhandenen sind. "Deswegen wollen wir auf Armut bei Frauen aufmerksam machen. Nur wenn Einkommensunterschiede und Geschlechterrollen aufgebrochen werden kann Gleichberechtigung erreicht werden" so Kulac abschließend.

Fotos von der Aktion
http://www.flickr.com/photos/junge-gruene/sets/72157631790060917/

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Cengiz Kulac, Bundesprecher Junge Grüne
0664/ 76 27 37 5

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