PatientInnenanwältin Pilz fordert mehr individuelle Unterstützung für besachwaltete Personen

Wien (OTS) - Die Wiener Pflege- und PatientInnenanwaltschaft wird zunehmend mehr mit Beschwerden von Angehörigen und besachwalteten Personen konfrontiert. Der Großteil der Beschwerden betrifft die mangelhafte persönliche Unterstützung bei der Bewältigung des täglichen Lebens durch SachwalterInnen und fehlende Kommunikation zwischen SachwalterIn und KlientIn.

Die Beschwerden betreffen überwiegend Rechtsanwaltskanzleien und Notariate, die extrem viele Sachwalterschaften - oft mehrere hundert - haben. Die besachwaltete Person hat in der Praxis kaum Möglichkeit Kontakt zur SachwalterIn aufzunehmen. "Dadurch wird der KlientIn jegliche Selbstbestimmung über ihr Leben genommen und die Besachwaltung verkommt zur reinen Entmündigung", kritisiert PatientInnenanwältin Pilz.

Ein weiteres Ärgernis ist, dass Menschen die eine Angelegenheit in ihrem Leben nicht regeln können, häufig in allen Angelegenheiten besachwaltet werden. "Eine Besachwaltung ist nur für jene Angelegenheit zu treffen, worin die KlientIn Hilfe braucht und anschließend unverzüglich wieder aufzuheben", fordert Pilz.

"Eine Person zu besachwalten ist ein massiver Eingriff in deren Persönlichkeitsrechte. Die Republik ist es ihren BürgerInnen schuldig, durch die Bereitstellung von genügend SachwalterInnen für hohe Qualität in diesem Bereich zu sorgen", so Pilz abschließend.

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Margot Ham-Rubisch
Wiener Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwaltschaft
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