VCÖ-Kritik an EU-Plänen: "Biosprit" kann weiterhin klimaschädlicher sein als herkömmlicher Sprit

VCÖ: Österreich braucht zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen im Verkehr

Wien (OTS) - Die heute von der EU-Kommission präsentierten Pläne für klimafreundlicheren "Biosprit" sind ungenügend, kritisiert der VCÖ. Es können weiterhin Agrokraftstoffe auf den Markt kommen, die in ihrer Gesamtbilanz klimaschädlicher sind als herkömmlicher Sprit. Für Österreich bedeutet aber selbst der aufgeweichte EU-Vorschlag, dass zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen im Verkehr nötig sind.

Der "Biosprit-Plan" der EU-Kommission sieht vor, dass nur mehr maximal fünf Prozent der Treibstoffe aus Agrokraftstoffen kommen dürfen, die aus Futtermitteln gewonnen werden. "Das ist eine Verbesserung zur bisherigen EU-Biosprit-Politik. Jedoch werden die klimaschädlichen Effekte aus der indirekten Landnutzung in die Klimabilanz der Treibstoffe nicht eingerechnet. Damit können weiter Agrokraftstoffe auf den Markt kommen, die in ihrer Gesamtbilanz klimaschädlicher sind als herkömmlicher Sprit", kritisiert VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen.

Aber selbst der aufgeweichte "Biosprit-Plan" der EU-Kommission bedeutet, dass Österreich zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen im Verkehr umsetzen muss. Der Verkehr ist Österreichs größtes Klimaschutzproblem. Seit dem Jahr 1990 sind die Treibhausgas-Emissionen des Verkehrs statt zu sinken um 61,4 Prozent gestiegen. Der VCÖ fordert mehr Bahnverbindungen für Pendlerinnen und Pendler, einen bundesweiten Taktfahrplan nach Schweizer Vorbild und die österreichweite Förderung des Radfahrens nach dem Vorbild Vorarlbergs.

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