Vladyka: Internationaler Tag zur Überwindung von Armut

Bekämpfung von Armut muss vorrangiges Ziel der Politik sein

St. Pölten (OTS/SPI) - Den heutigen internationalen Tag zur Überwindung der Armut nimmt die Sozialsprecherin der SPÖ-Niederösterreich, LAbg. Christa Vladyka, zum Anlass um einmal mehr auf die prekäre Situation auch vieler NiederösterreicherInnen hinzuweisen. "Armut ist nichts, was nur weit weg von uns passiert. Armut gibt es auch direkt in unserer Nachbarschaft. Rund eine Million Menschen oder 12 % der Bevölkerung sind in Österreich armutsgefährdet. Laut Zahlen der Armutskonferenz leben in Österreich rund 500.000 Menschen unter der Armutsgrenze", macht Vladyka auf die drastischen Zahlen aufmerksam. Stark armutsgefährdet sind alleinlebende Frauen, besonders Pensionistinnen, und AlleinerziehrInnen. Dramatisch sei zudem, dass viele Menschen trotz Arbeit arm sind: "Rund 127.000 ganzjährig Beschäftigte gelten als 'working poor', 70 Prozent von ihnen sind sogar vollzeitbeschäftigt", so Vladyka.

LAbg. Christa Vladyka weist in diesem Zusammenhang aber insbesondere auch auf die globalen Zusammenhänge hin: "Der Welttag zur Überwindung der Armut steht in diesem Jahr unter dem Motto 'die Gewalt der extremen Armut beenden'. Weltweit sind nach den Kriterien der Weltbank mehr als eine Milliarde Menschen arm. Steigen die Lebensmittelpreise, so sind diese Menschen selbstverständlich als Erste und am härtesten betroffen, es besteht außerdem die Gefahr, dass die Zahl der Armen weiter steigt. Daher muss unter anderem umgehend die Spekulation mit Lebensmitteln unterbunden werden. Denn es darf einfach nicht sein, dass einige Wenige mit den Grundnahrungsmitteln der Ärmsten, und damit auf deren Kosten, ihre Gewinne maximieren."

"Die Bekämpfung der Armut, im eigenen Land wie auch International, muss daher eines der vorrangigsten Ziele der Politik sein! Und dabei gilt es, an vielen verschiedenen Hebeln anzusetzen: Ein Verbot von Spekulationen mit Lebensmitteln und Rohstoffen, faire Handelsbedingungen und internationale Solidarität zählen dazu ebenso wie der Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen im eignen Land, um vor allem für Frauen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und damit die Einkommenschancen zu verbessern sowie eine Reform des Steuerrechts, das derzeit durch das System der Freibeträge BezieherInnen hoher Einkommen mehr unterstützt als Menschen mit niedrigem Einkommen. All diese Maßnahmen müssen rasch ergriffen werden, denn Armut bedeutet nicht nur wenig Geld zur Verfügung zu haben, Armut bedeutet auch weniger Bildung, schlechtere Gesundheit und soziale Benachteiligung", so LAbg. Christa Vladyka abschließend.

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