ÖAMTC fordert Grüne Zonen

Lieber eine gute Idee kopieren, als eine schlechte ausdehnen

Wien (OTS) - "Aktuell gibt es eine starre und scharfe Grenze zwischen kostenpflichtigen und gratis Parkplätzen", kritisiert ÖAMTC-Interessenvertreter Bernhard Wiesinger. Es sind vor allem Anrainer, die darunter leiden, da sie oft gar keine Stellplätze mehr in ihren Wohnbezirken finden. Das wiederum schürt die Emotionen und schafft unnötige Feindbilder. "Es kann aber nicht sein, dass der Verkehrsstadträtin als einzige Antwort eine weitere Ausdehnung der sogenannten Blauen Zonen einfällt", ärgert sich Wiesinger. "Es ist daher höchst an der Zeit, sich vom veralteten Kurzparkzonen-Konzept zu verabschieden."

Der ÖAMTC hat präzise Vorstellungen, wie faires Parken in Wien zum Wohle aller Beteiligten funktionieren kann. "Diese kennen auch die Verantwortlichen der Stadt, da wir sie wiederholt in diversen Gesprächen und Expertenrunden vorgestellt und präsentiert haben", hält Wiesinger dazu fest. Das Herzstück des ÖAMTC-Modells "Faires Parken in Wien" sind Grüne Zonen für die Randzonen der derzeitigen Parkraumbewirtschaftung. Dort bezahlt man zwar für das Parken, allerdings deutlich weniger als in den herkömmlichen Kurzparkzonen. Zudem gibt es in der Grünen Zone keine Parkzeitbegrenzung. "Der Effekt wäre, dass erstens Anwohner wieder einen Parkplatz finden -sogar zu einem günstigeren Preis als mit dem herkömmlichen Parkpickerl, dass zweitens ein Teil der ortsfremden Dauerparker in Park&Ride-Anlagen oder unbewirtschaftete Bereiche ausweicht und dass es drittens für einige ortsfremde Dauerparker auch möglich wäre, zu leistbaren Gebühren in der Grünen Zone zu parken", fasst der ÖAMTC-Interessenvertreter die Vorteile zusammen. Gut funktionierende Vorbilder gibt es unter anderem in Graz, einigen Städten Vorarlbergs aber auch in München oder Berlin. "Man muss nicht immer alles neu erfinden. Der Blick über den Tellerrand oder die eigenen Stadtgrenzen reicht oft schon aus", ergänzt Wiesinger. "Und lieber einmal eine gute Idee kopieren, als eine schlechte ausdehnen."

Ein Blick in die Archive zeigt, dass Wien diesbezüglich sogar schon einen Schritt weiter war. "Denn die Schaffung Grüner Zonen war im 'Masterplan Verkehr' aus dem Jahr 2003 explizit vorgesehen", kommentiert der ÖAMTC-Interessenvertreter. Auch im Koalitionsabkommen aus dem Jahr 2010 zwischen Rot und Grün wird sogar noch von der Schaffung eines dafür geeigneten Gesetzes gesprochen.

Details zum ÖAMTC-Modell "Faires Parken in Wien" stehen unter www.oeamtc.at/fairesparken zum Download zur Verfügung.

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