SWV-Matznetter zu SVA: Unehrliche Fragestellung bringt verzerrtes Ergebnis - SWV fordert weiterhin Abschaffung des Selbstbehaltes

Nur ein Fünftel Beteiligung wegen mangelndem Datenschutz

Wien (OTS) - "Die unehrliche Fragestellung beim Thema Selbstbehalt führt zu einem verzerrten Ergebnis", kommentierte der Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes (SWV), Christoph Matznetter, die Ergebnisse der SVA-Urbefragung. Die geringe Beteiligung sei von der SVA selbstverschuldet. "Dass nur ein Fünftel der Versicherten teilnahm, hängt mit der katastrophalen Vorgangsweise, wie dem Datentransfer zwischen SVA und Junger Wirtschaft zusammen, der Zweifel an der Anonymität weckte", machte Matznetter deutlich. ****

Das Ergebnis zum Thema Selbstbehalt bringe keine erhellenden Ergebnisse. "Rund 100.000 Menschen von - laut SVA - 700.000 SVA-Kunden sprachen sich für die Beibehaltung des Selbstbehaltes aus, das ist weit von einer Mehrheit der Versicherten entfernt", so Matznetter, der damit die Abschaffung des Selbstbehaltes als Auftrag an die SVA sieht. "Würde man die Mitglieder mit einer ehrlichen Fragestellung befragen, käme mit Sicherheit ein anderes Ergebnis heraus. Diese zynische Fragestellung halte ich für eine Beleidigung alle jener, die mit niedrigem Einkommen auskommen müssen", kritisierte Matznetter scharf.

Übrigens gehe er davon aus, dass sich bei den Pro-Stimmen eine große Anzahl Wirtschaftsbund - Mitglieder befinde, die sich jeden Arztbesuch mit Leichtigkeit leisten können und zudem bei der Teilnahme an der Befragung auch keine Bedenken beim Austausch ihrer Daten hätten.

"Der Selbstbehalt hat keine steuernde Funktion und gehört daher abgeschafft", bleibt Matznetter bei seiner Forderung. Er sei nach wie vor der Meinung, dass kein Selbstständiger seine Zeit zum Spaß beim Arzt tot schlage oder im gesunden Zustande Medikamente esse, so wie die SVA dies behaupte. "Sollte dies der Fall sein, stehe ein Arztbesuch ohnehin an, aber diesmal bei einem Facharzt", so Matznetter in Richtung SVA. (Schluss)

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